{"id":3649,"date":"2021-08-27T21:05:26","date_gmt":"2021-08-27T19:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/?page_id=3649"},"modified":"2023-05-04T14:50:48","modified_gmt":"2023-05-04T12:50:48","slug":"die-berufung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/de\/die-berufung\/","title":{"rendered":"Die Berufung"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div id=\"toc_container\">\n<ul class=\"toc_list\">\n  <li><a href=\"#L\u2019appel-de-Dieu\">1. Der Ruf Gottes<\/a><\/li>\n  <li><a href=\"#La-r\u00e9ponse\">2. Die Antwort<\/a><\/li>\n    <ul>\n        <li><a href=\"#Deux-modalit\u00e9s.\"> Zwei Lebensformen<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#Les-moniales-du-clo\u00eetre\"> Die Chor-Schwestern<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#Les-moniales-converses\"> Die Konvers-Schwestern<\/a><\/li>\n   <\/ul>\n  <li><a href=\"#\u00c9tapes-de-la-formation\">3. Etappen der Ausbildung<\/a><\/li>\n<ul>\n        <li><a href=\"#la-formation\"> Die Ausbildung<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#L\u2019itin\u00e9raire-de-formation\"> Der Ausbildungsweg<\/a><\/li>\n             <ul>\n        <li><a href=\"#Aspirantat\"> Aspirantenzeit<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#Postulat\"> Postulat<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#Noviciat\"> Noviziat<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#Premiers-v\u0153ux\"> Erste Gel\u00fcbde<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#Renouvellement-des-v\u0153ux\"> Erneuerung der Gel\u00fcbde<\/a><\/li>\n        <li><a href=\"#Profession-solennelle\"> Feierliche Profess<\/a><\/li>\n   <\/ul>\n   <\/ul>\n  <li><a href=\"#T\u00e9moignages\">4. Zeugnisse<\/a><\/li>\n    <ul>\n  <li><a href=\"#Du-monde-\u00e0-la-Chartreuse\">A. Aus der Welt in die Kartause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#La-joie-de-chanter-pour-Lui\">B. Die Freude, f\u00fcr Ihn zu singen<\/a><\/li>\n <\/ul>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"795\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/MERCEDES-ORATORIOrec-795x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2206 size-full\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/MERCEDES-ORATORIOrec-795x1024.jpg 795w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/MERCEDES-ORATORIOrec-233x300.jpg 233w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/MERCEDES-ORATORIOrec-768x990.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/MERCEDES-ORATORIOrec-1192x1536.jpg 1192w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/MERCEDES-ORATORIOrec.jpg 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 795px) 100vw, 795px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em><em>Unser Herz soll wie ein lebendiger Altar sein, von dem sich unaufh\u00f6rlich ein reines Gebet zum Herrn erhebt, und es soll all unsere Handlungen durchdringen. <\/em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Statuten)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"L\u2019appel-de-Dieu\">1. <strong>Der Ruf Gottes<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Seit fast dreitausend Jahren ist das Wort Gottes immer noch lebendig: <em>\u201eIch will sie verf\u00fchren und in die W\u00fcste f\u00fchren und zu ihrem Herzen reden\u201c <\/em>(Hos 2, 16). Gott zieht an, Gott nimmt gefangen. Gott will an seiner \u00fcberstr\u00f6menden Liebe teilhaben lassen, Gott will <em>\u201ein Treue heiraten, um sich zu erkennen zu geben\u201c<\/em> (Hos 2, 21-22). Und Gott zieht in die W\u00fcste. Einsamkeit und Entbl\u00f6\u00dfung, Trockenheit, Durst &#8230; aber die W\u00fcste hat auch ihre Oasen: Gott spricht und sein Wort bricht in Freude hervor!<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ihn haben die Kart\u00e4userinnen alles verlassen. Mit ihm leben sie, in ihm bleiben sie. Kann Gott wirklich verlangen, dass man nur f\u00fcr ihn lebt? Er verlangt es nicht, er erwartet es vielmehr. Verdient er es nicht, dass einige wenige, die er geschaffen und erl\u00f6st hat, sich dem Lob ihres Sch\u00f6pfers und der Verherrlichung ihres Erl\u00f6sers widmen? Das Leben in der Kartause hat etwas Absolutes: Gott allein, f\u00fcr immer.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eNicht ihr habt mich erw\u00e4hlt, sondern ich habe euch erw\u00e4hlt und bestimmt, damit ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt<\/em>\u201c (Joh 15, 16). Die Berufung ist eine Initiative Gottes, der jeden Menschen geschaffen hat, um ihn in inniger Liebe mit sich zu vereinen. Die Antwort auf diesen Ruf ist in das Herz jedes Getauften eingeschrieben durch den mehr oder weniger verborgenen Wunsch nach der Vereinigung mit Gott allein, der in geschwisterlicher Liebe erstrahlt. Diese Sehnsucht offenbart sich am intensivsten in derjenigen, die ihr ganzes Leben dem Herrn widmen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kart\u00e4user-Berufung ist eine Radikalisierung der Taufberufung. Unser Vater, der Heilige Bruno, betont in seinem Brief an die Br\u00fcder in der Chartreuse, dass dies ein reines Geschenk Gottes ist, der es gew\u00e4hrt, wem er will, und dass es nicht reicht, es einfach zu wollen. Die Gnade nimmt vielmehr den bescheidenen Weg der Natur. Daher muss die Kandidatin neben der Liebe zur Einsamkeit und zu unserem Leben auch die physischen und psychischen F\u00e4higkeiten besitzen, anhand derer man den g\u00f6ttlichen Ruf erkennen kann. Mit anderen Worten: ob sie in der Nachfolge Jesu in der Selbstverleugnung voranschreitet, jeden Tag ihr Kreuz tr\u00e4gt und nach und nach in allen Dimensionen ihrer Person aufbl\u00fcht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Unterscheidung wird w\u00e4hrend der gesamten \u201eProbezeit\u201c (d.h. w\u00e4hrend der langen Jahre, die sie auf die endg\u00fcltige Weihe der feierlichen Profess vorbereiten) erfolgen, wobei nat\u00fcrlich w\u00e4hrend des Postulats und des Noviziats besondere Wachsamkeit geboten ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/etapes_formation2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-982\" width=\"541\" height=\"359\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"La-r\u00e9ponse\">2. <strong>Die Antwort<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Von der Liebe Christi ergriffen, hat die Kart\u00e4userin sich ihm hingegeben. Sie hat sich frei gemacht in der Hoffnung, ihn und die Seinen in der Welt bis zum \u00c4u\u00dfersten zu lieben. Zu lieben, wie er geliebt hat und mit seiner eigenen Liebe. Sie ist Jesus in die W\u00fcste gefolgt, aber Jesus m\u00f6chte, dass sie &#8211; in seiner Nachfolge &#8211; immer tiefer vordringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Erreicht man es jemals, alles f\u00fcr ihn zu verlassen? Erreicht man es jemals, sein Angesicht zu suchen? Gott ist die ewige Treue einer immerw\u00e4hrend neuen Liebe. F\u00fcr eine Kart\u00e4userin bedeutet ihn zu lieben, allein bei ihm zu bleiben und so an seiner Treue teilzuhaben. Ihn zu lieben bedeutet auf seine Liebe, die immer neue Liebe ist, mit der Freude einer unaufh\u00f6rlichen Wanderung mit ihm durch die W\u00fcste zu antworten. Die kartusianische W\u00fcste kann der Ort eines sch\u00f6nen Abenteuers sein, das spannender ist als eine Expedition in die Sahara. Die Schwester l\u00e4sst alles am Wegesrand zur\u00fcck, was sie belasten und ihren Elan zum Herrn hin hemmen k\u00f6nnte. F\u00fcr sie ist nicht mehr wichtig, was <em>sie<\/em> will, sondern was Christus will. <\/p>\n\n\n\n<p>Was will er? Sie zu seiner Braut machen. Er will f\u00fcr sie dieses ihm v\u00f6llig geweihte Leben in der Einsiedelei einer Kartause, mit all seiner Monotonie und all seiner Freude. Auch die Kart\u00e4userin will es und macht sich dazu bereit, auch den geringsten W\u00fcnschen ihres Herrn zu entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Deux-modalit\u00e9s\"><strong>Zwei Lebensformen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Berufung einer Kart\u00e4userin kann auf zwei unterschiedlichen Weisen gelebt werden: als Chor-Schwester und als Konvers-Schwester. Beide sind ganz auf die Kontemplation ausgerichtet. Aber die Mittel sind bei beiden etwas anders.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Les-moniales-du-clo\u00eetre\"><strong><strong>Die Chor-Schwestern<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Chor-Schwestern verbringen den gr\u00f6\u00dften Teil des Tages in ihren Einsiedeleien und sind mit Gebet, Studium und Arbeit besch\u00e4ftigt. Sie sind in erster Linie f\u00fcr die Feier der gemeinsamen Liturgie zust\u00e4ndig. Sie verrichten verschiedene Arbeiten in ihren Zellen: N\u00e4hen, Weben, Textverarbeitung, Tischlerei, Buchbinderei, Ikonenmalerei, Gartenarbeit etc. Arbeiten in Vereinigung mit Jesus &#8211; in seinem armen und verborgenen Leben in Nazareth &#8211; ist eine kontemplative Arbeit. Die Vereinigung mit dem Willen des Vaters durch Werke, die von wahrem Gehorsam inspiriert sind und dem Wohl der Gemeinschaft dienen, ist die unersch\u00f6pfliche Nahrung f\u00fcr jede, die sich nach Gott sehnt. K\u00f6rperliche und manuelle Besch\u00e4ftigung kann auch ein ganz einfaches Gebet &#8211; den nahezu unaufh\u00f6rlichen Dialog mit dem inneren Gast &#8211; erleichtern. Die anstrengenderen Aufgaben laden die Schwester zu einer tieferen Gemeinschaft mit dem Leiden Christi, unseres Erl\u00f6sers, ein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/a-IMG_6055rec-745x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2020\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/a-IMG_6055rec-745x1024.jpg 745w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/a-IMG_6055rec-218x300.jpg 218w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/a-IMG_6055rec-768x1056.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/a-IMG_6055rec.jpg 776w\" 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wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"746\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3139rec-1-746x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1036\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3139rec-1-746x1024.jpg 746w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3139rec-1-219x300.jpg 219w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3139rec-1-768x1054.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3139rec-1.jpg 776w\" sizes=\"auto, (max-width: 746px) 100vw, 746px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure 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wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"748\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_6086costurera-748x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1756\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_6086costurera-748x1024.jpg 748w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_6086costurera-219x300.jpg 219w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_6086costurera-768x1051.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_6086costurera.jpg 779w\" sizes=\"auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_9718recnueva-1-750x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1831\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_9718recnueva-1-750x1024.jpg 750w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_9718recnueva-1-220x300.jpg 220w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_9718recnueva-1-768x1048.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/a-IMG_9718recnueva-1.jpg 782w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"746\" height=\"1024\" 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Konvers-Schwestern<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Konvers-Schwestern f\u00fchren ein Leben in echter Einsamkeit und verbringen neben dem Gebet und dem Studium einen Teil ihres Tages mit Arbeiten im Kloster au\u00dferhalb ihrer Einsiedeleien. Ihre wesentliche Arbeit ist der Dienst an der Gemeinschaft, vor allem im praktischen Bereich. Zum Beispiel arbeiten sie h\u00e4ufiger in einer sogenannten \u201eObedienz\u201c als in ihren Zellen: Das kann die K\u00fcche, die W\u00e4scherei, das G\u00e4stehaus, die Krankenstation usw. sein. Die Konvers-Schwestern widmen sich &#8211; je nach ihrer Neigung &#8211; vielf\u00e4ltigen Haushaltst\u00e4tigkeiten im Dienst der Gemeinschaft und der Instandhaltung des Hauses. Obwohl sie sich von Zeit zu Zeit gegenseitig helfen m\u00fcssen, verrichten sie ihre Arbeit meist in Einsamkeit. Normalerweise nimmt die Konvers-Schwester in der Kirche an denselben liturgischen Feiern teil wie die Chor-Schwester, aber sie kann frei dar\u00fcber entscheiden, ob sie mitsingen oder lieber in der Stille beten m\u00f6chte. Ihr Stundengebet in der Einsamkeit kann sie entweder mit dem klassischen Psalmengebet oder mit einer Reihe von \u201eVater Unser\u201c und \u201eGegr\u00fc\u00dfet seist du, Maria\u201c erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"746\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3967rec-746x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1045\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3967rec-746x1024.jpg 746w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3967rec-218x300.jpg 218w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3967rec-768x1055.jpg 768w, 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is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"563\" height=\"768\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/LAVAVAJILLA-2rec.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1291\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/LAVAVAJILLA-2rec.jpg 563w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/LAVAVAJILLA-2rec-220x300.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"1024\" 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Alles in ihr muss auf die Kontemplation hingeordnet werden. Sie begibt sich in die Schule des Heiligen Bruno, damit ihre ganze Person nach und nach Christus gleichf\u00f6rmig wird, gem\u00e4\u00df dem Ruf, den sie von Gott erhalten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig zielt die Ausbildung darauf ab, die ganzheitliche Entwicklung ihrer Person zu f\u00f6rdern, sowohl im menschlichen als auch im geistlichen Bereich. Sie ist ein inneres Abenteuer auf der Suche nach dem Wahren, dem Guten und dem Sch\u00f6nen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Der Ausbildungsweg<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine junge Frau, die Kart\u00e4userin werden m\u00f6chte, durchschreitet folgende Etappen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aspirantenzeit:<\/strong> Wer auf den Ruf des Herrn gem\u00e4\u00df dem Kart\u00e4user-Charisma antworten m\u00f6chte, wird zun\u00e4chst zu einem kurzen Besuch eingeladen, um uns kennenzulernen; dann zu einem einw\u00f6chigen Aufenthalt im Kloster und schlie\u00dflich zu einem vierw\u00f6chigen, der je nach den M\u00f6glichkeiten der Einzelnen wiederholt werden kann. Das erste Jahr ist also eine Kontaktaufnahme, um das Leben im Kloster und die Schwestern kennen zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Postulat:<\/strong> Die junge Frau tr\u00e4gt \u00fcber ihrer gew\u00f6\u1e27nlichen Kleidung den \u201eUmhang\u201c und lebt innerhalb der Klausur. Ein Jahr lang wird sie bei der Entscheidung \u00fcber ihre Berufung begleitet, w\u00e4hrend sie bereits die gemeinsamen Observanzen befolgt. Die Altersgrenze f\u00fcr die Aufnahme ins Postulat liegt bei 35 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noviziat:<\/strong> Es dauert zwei Jahre. Die Postulantin wird mit dem Kart\u00e4userhabit eingekleidet und in die Gemeinschaft des Ordens aufgenommen. Die Zeremonie des \u201eEinkleidens\u201c ist ein sichtbarer Ausdruck der tieferen Eingliederung in die Kart\u00e4userfamilie. Die Novizin wird im geistlichen Leben, im Studium der Liturgie und der Kart\u00e4usergebr\u00e4uche ausgebildet. Sie lernt, im Gebet gesammelt zu arbeiten. Sie beginnt auch einen Studienzyklus, der ihre theologische und monastische Ausbildung vervollst\u00e4ndigen soll.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Gel\u00fcbde:<\/strong> Am Ende des Noviziats legt die Kandidatin ihre Ersten Gel\u00fcbde f\u00fcr drei Jahre ab. Die Profess ist die freie und bewusste Hingabe der ganzen Person an den Herrn aus Liebe. Die Jungprofessin legt eine \u201eKukulle\u201c &#8211; oder Skapulier &#8211; an, an der seitliche B\u00e4nder als Zeichen ihrer Profess angebracht sind. Diese Ausbildungsphase findet noch unter der Leitung der Novizenmeisterin statt. Diese begleitet sie best\u00e4ndig auf dem Weg ihrer menschlichen und geistlichen Bildung. Im Laufe dieser drei Jahre wird die Jungprofessin die im Noviziat begonnene geistliche und kl\u00f6sterliche Ausbildung vertiefen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erneuerung der Gel\u00fcbde:<\/strong> Die Profess wird f\u00fcr zwei Jahre erneuert. Die Jungprofessin verl\u00e4sst das Noviziat und \u201ewechselt in die Gemeinschaft \u00fcber\u201c, d.h. sie lebt von nun an mit den Feierlichen Professinnen zusammen, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen, und erprobt so in vollem Umfang das Leben, das sie zu f\u00fchren gedenkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Feierliche Profess:<\/strong> Am Ende dieser zwei Jahre findet die Feierliche (\u201eEwige\u201c) Profess statt, die die Person f\u00fcr das ganze Leben bindet. Die Kart\u00e4userin geh\u00f6rt nun zu den \u201eFeierlichen Professinnen\u201c mit ihren Verantwortungen und Rechten und nimmt damit endg\u00fcltig das Leben an, zu dem sie sich berufen f\u00fchlte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Feierlichen Profess oder der Ewigen Donation k\u00f6nnen die Kart\u00e4userinnen, die dies w\u00fcnschen, <strong>die Jungfrauenweihe<\/strong> empfangen. Diese Weihe folgt einem besonderen Ritus, der nicht nur die \u00dcbergabe des Schleiers und des Rings als \u00e4u\u00dfere Zeichen der unaufl\u00f6slichen Vereinigung mit dem g\u00f6ttlichen Br\u00e4utigam durch den Bischof umfasst, sondern auch die \u00dcbergabe der Stola. Dies verleiht der Geweihten einige liturgische Privilegien, von denen das bedeutendste die Verk\u00fcndigung des Evangeliums bei bestimmten Anl\u00e4ssen ist. Die Kart\u00e4userinnen haben diesen Ritus beibehalten als konkreten Ausdruck des Rufes des Herrn an den Kart\u00e4userorden, ein ihm allein geweihtes Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Feierliche Profess folgt eine <strong>st\u00e4ndige Weiterbildung<\/strong>. Deren Ziel ist es, die dauerhafte und brennende Suche nach dem Herrn zu f\u00f6rdern; sie dient dazu, um im Eifer nicht nachzulassen oder auf dem Weg einzuschlafen. Indem die Schwester unaufh\u00f6rlich daran arbeitet, sich selbst und den Herrn besser zu kennen, wei\u00df sie, dass das \u201eAnziehen Christi\u201c (vgl. Gal 3, 27) ein Werk der Ver\u00e4nderung ist, das sich \u00fcber das ganze Leben erstreckt. Die st\u00e4ndige Weiterbildung liefert das Salz und das Licht, die den Geschmack an Gott aufrechterhalten und den Weg bis zur endg\u00fcltigen Begegnung weisen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/etapes_formation1-1024x717.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-981\" width=\"537\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/etapes_formation1-1024x717.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/etapes_formation1-300x210.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/etapes_formation1-768x538.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/etapes_formation1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"T\u00e9moignages\">4. <strong>Zeugnisse<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"Du-monde-\u00e0-la-Chartreuse\">A. <strong><em>Aus der Welt in die Kartause<\/em><\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Warum sind wir in der Kartause?<\/em>\u201c Wir haben alle denselben Weg eingeschlagen, doch jede von uns mit ihren eigenen Schritten. Wir haben das Risiko auf uns genommen, alles aufzugeben: eine Familie, Freunde, einen Beruf, Hobbys, verschiedene Verpflichtungen&#8230; Warum?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir dankten Gott f\u00fcr ein Leben, das uns gefiel. Gleichzeitig versp\u00fcrten wir einen Durst. Nach und nach entdeckten wir, dass das Gebet diesen Durst stillen konnte&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Es war also Gott, nach dem wir d\u00fcrsteten. Wir waren auf der Suche nach Gott und auch er suchte nach uns. Er sehnte sich danach, uns zu begegnen. Er zog uns in die Einsamkeit und lie\u00df uns verstehen, dass dies unser Weg zu ihm war. In der Stille h\u00f6rten wir Jesus in seinem Evangelium zu: <em>\u201eDu aber, wenn du betest, gehe in deine Kammer, schlie\u00dfe die T\u00fcr zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten\u201c <\/em>(Mt 6, 6).<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben versucht, unseren Willen mit dem Willen Jesu f\u00fcr uns zu vereinen. Er gab uns eine schwache Vorstellung davon, wie eine Begegnung mit ihm aussehen k\u00f6nnte. <em>\u201eBleibt in mir, wie ich in euch bleibe\u201c<\/em> (Joh 15, 4). Er \u00f6ffnete uns mehr und mehr f\u00fcr seine Liebe&#8230; bis zu dem Tag, an dem wir von ihm die Anregung erhielten, ihm alles zu geben. Alles ihm geben? Wie?<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Vorsehung lie\u00df uns von der Existenz der Kart\u00e4userinnen erfahren. Das Wenige, was wir von ihnen wussten, schien dem Wunsch nach Einsamkeit zu entsprechen, den der Herr in uns gelegt hatte. Wir baten darum, das Leben in deren Kloster ausprobieren zu d\u00fcrfen. Wir w\u00fcrden Einsiedlerinnen kennenlernen. Jede bewohnte ein kleines Haus, aber ihre H\u00e4user waren durch einen Kreuzgang, der zur Kirche f\u00fchrte, miteinander verbunden. Die Zusammenk\u00fcnfte der Schwestern fanden haupts\u00e4chlich in der Kirche statt. An Sonn- und Feiertagen war der Anteil des Gemeinschaftslebens gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Geist trieb Jesus in die W\u00fcste\u201e<\/em> (Mk 1, 12). Der Geist trieb uns dazu, lange Zeit in der W\u00fcste einer Kartause voranzuschreiten&#8230; und dann f\u00fcr immer dort zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die W\u00fcste: Einsamkeit, Stille, Frieden und Kampf, Freude und Trockenheit&#8230; alles kann eine Vereinigung mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn sein, wenn er unser Herz nach und nach von dem befreit, was nicht Liebe ist. Unser einsames Leben ist auch geschwisterliches Leben: Durch Christus und in ihm kommunizieren wir miteinander. Diese Gemeinschaft weitet sich auf die Kirche und auf alle unsere Geschwister in der Welt aus.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_9756-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1024\" width=\"540\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_9756-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_9756-300x200.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_9756-768x512.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_9756-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_9756.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"La-joie-de-chanter-pour-Lui\"><strong>B. <strong><em>Die Freude, f\u00fcr Ihn zu singen<\/em><\/strong><\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\u201eW\u00e4hrend der G\u00f6ttlichen Liturgie werden in der Kartause keine Musikinstrumente verwendet, der Gesang wird nicht begleitet. Aber um den Gesang in der Zelle zu \u00fcben, wird der Ordensfrau ein Handinstrument zur Verf\u00fcgung gestellt. Als ich in der Zelle \u00fcbte, erlebte ich beim Singen reine Freude, eine Freude, die mein Herz erf\u00fcllte und die ich in meiner Stimme h\u00f6ren konnte. Als die Novizenmeisterin mich besuchte, fragte sie mich nach meiner Erfahrung mit dem Singen und fragte mich ausdr\u00fccklich, ob ich w\u00e4hrend des \u00dcbens irgendeine Art von Freude empfunden h\u00e4tte. Ich war etwas erstaunt \u00fcber ihre Frage, weil ich ihr nie davon erz\u00e4hlt hatte und es als eine sehr pers\u00f6nliche und private Angelegenheit zwischen mir und Gott betrachtete, aber sie war interessiert, weil sie darin ein Zeichen daf\u00fcr sah, was der Ruf Gottes f\u00fcr mich in der Gemeinschaft bedeutete\u201c.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3988-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1019\" width=\"541\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3988-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3988-300x200.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3988-768x512.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3988-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/chartreux.org\/moniales\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/a-IMG_3988.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><a href=\"#toc_container\" class=\"returnToTop\"> nach oben \u2191 <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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