{"id":6193,"date":"2021-12-15T16:47:23","date_gmt":"2021-12-15T15:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/?page_id=6193"},"modified":"2021-12-15T18:36:07","modified_gmt":"2021-12-15T17:36:07","slug":"buch-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/de\/statuten\/buch-5\/","title":{"rendered":"Buch 5"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Buch 5<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"c36\">Kapitel 36<\/h3>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Die Riten des Kart\u00e4userlebens<a href=\"\/moines\/de\/statuten\/buch-4#c35\">\u00ab<\/a><a href=\"#c38\">\u00bb<\/a><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Wer in die Kart\u00e4userfamilie eintritt, wird nach einer ersten Probezeit als Novize angenommen: In\u00ad dem er seine H\u00e4nde in die H\u00e4nde des Priors legt, bringt er seine Unterwerfung zum Ausdruck und wird in die Ge\u00admeinschaft des Ordens aufgenommen. Er wird von allen in seine Zelle oder, wenn er ein Brudernovize ist, in die Kirche geleitet, damit er verstehe, da\u00df sein Leben haupts\u00e4chlich dem Gebet geweiht ist.<br>Die Profe\u00df, oder in ihrer Art auch die Donation, wird unmittelbar durch das Verlesen der Profe\u00df- bzw. Donationsformel vollzogen, da sie ein pers\u00f6nliches und freies Versprechen ist. Vor der ersten Profe\u00df wird der Profe\u00dfkandidat mit der den Professen eigenen Kukulle bekleidet; dadurch werden die Bekehrung des Lebens und die Weihe an Gott versinnbildet. Vor dem unwider\u00adruflichen Akt der feierlichen Profe\u00df bittet der Profe\u00df\u00adkandidat mit besonderer Inst\u00e4ndigkeit um die Gebetshil\u00adfe seiner Br\u00fcder.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Aufnahme eines Patresnovizen<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><li>Nach Vollendung der Probezeit wird der Postulant am festgesetzten Tag dem Konvent vorgestellt (vgl.8.8). Zuerst wird in Gegenwart aller gefragt, ob er in irgendeinem Ordensinstitut die Profe\u00df abgelegt hat, ob er frei ist von ehelicher Bindung, ob er frei ist von unheilbarer Krankheit, ob er zu den heiligen Weihen hinzutreten kann und ob er seine Schulden bezahlt hat. Er mu\u00df wissen, da\u00df er auch nach der Profe\u00df ausgeschlos\u00adsen werden kann, falls er etwas aus diesem Fragenkreis verheimlicht haben sollte.<\/li><li>An einem anderen Tag, nachdem sich alle im Kapi\u00adtelsaal versammelt haben, bittet der Postulant, am Boden hingestreckt, um Barmherzigkeit. Auf Gehei\u00df des Priors richtet er sich dann auf und sagt: Ich bitte um der Liebe Gottes willen, mich als dem\u00fctigsten Diener aller zur Probe im M\u00f6nchsgewand aufzunehmen, wenn Sie, Vater, und der Konvent einverstanden sind. Dann stellt ihm der Prior die Lebensweise vor Au\u00adgen, die er auf sich zu nehmen begehrt.<\/li><li>Wenn er darauf antwortet, da\u00df er allein im Ver\u00adtrauen auf das Erbarmen Gottes und das Gebet der Br\u00fcder diese Anforderungen erf\u00fcllen werde, so wie es die g\u00f6ttliche G\u00fcte gew\u00e4hrt, dann erkl\u00e4rt ihm der Prior, da\u00df er vor der Profe\u00df frei fortgehen kann und da\u00df es andererseits auch in unserer Freiheit und Vollmacht liegt, ihn fortzuschicken, falls er, nachdem die Ange\u00adlegenheit vor Gott erwogen wurde, f\u00fcr unser Leben nicht geeignet erscheinen sollte. Gibt der Postulant seine Zustimmung dazu, dann kniet er sich zu F\u00fc\u00dfen des Priors nieder und legt seine gefalteten H\u00e4nde in die H\u00e4nde des Priors; und der Prior gew\u00e4hrt ihm Gemeinschaft im Namen Gottes und des Ordens, in seinem eigenen und seiner Br\u00fcder Namen. Darauf wird er zuerst vom Prior und dann von allen anderen mit dem Friedensku\u00df aufgenommen.<\/li><li>Wenn es m\u00f6glich ist, wird der Novize noch am glei\u00adchen Tag in die Kirche gef\u00fchrt, nachdem er in der Zelle den Habit angelegt hat. Dort prosterniert er sich auf den Altarraumstufen zum Gebet. Der Prior, mit Kir\u00adchenkukulle und wei\u00dfer Stola bekleidet, steht am letz\u00adten Platz der rechten Chorseite. Die M\u00f6nche knien im Chor einander zugewandt und singen den Vers Veni, Sanc\u00adte Spiritus. Danach betet der Prior, auf der Misericor\u00addia verneigt, mit dem Konvent den Versikel und f\u00fcgt die Oration an. Nach diesen Gebeten wird der Novize von allen be deckten Hauptes in die Zelle geleitet. Dabei singt der Konvent die Psalmen 83, 131 und 50. Wenn jedoch einer oder zwei gen\u00fcgen, werden nur einer oder zwei gebetet. Der Prior geht voran; es folgt der Novize, hierauf der Prokurator oder ein anderer Weihwassertr\u00e4ger. Dann kommt der Konvent, die \u00c4ltesten zuerst. An der Zellen\u00adt\u00fcr angekommen, besprengt der Prior den Novizen und die Zelle mit den Worten: Friede diesem Haus. Dann fa\u00dft er den Novizen an der Hand, f\u00fchrt ihn hinein und gelei\u00adtet ihn zum Oratorium, wo er sich niederkniet und be\u00adtet. Sind der Psalm oder die Psalmen vom Konvent been\u00addet, folgen die im Rituale angegebenen Gebete.<br>Anschlie\u00dfend tr\u00e4gt der Prior dem Novizen die Be\u00adwahrung der Zellenruhe sowie die Beobachtung und \u00dcbung der anderen Dinge auf, die zu unserem Orden geh\u00f6ren, damit er in Einsamkeit und Schweigen, in ununterbroche\u00adnem Gebet und hochherziger Bu\u00dfe f\u00fcr Gott allein da sei. Dann vertraut er ihn dem Novizenmeister an.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Aufnahme eines Brudernovizen<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"6\"><li>Nach Vollendung der Probezeit wird der Postu\u00adlant am festgesetzten Tag dem Konvent vorgestellt (17.9). Zuerst wird in Gegenwart aller gefragt, ob er in irgendeinem Ordensinstitut die Profe\u00df abgelegt hat, ob er frei ist von ehelicher Bindung, ob er frei ist von unheilbarer Krankheit und ob er seine Schulden bezahlt hat. Er mu\u00df wissen, da\u00df er auch nach der Profe\u00df ausgeschlossen werden kann, falls er etwas aus diesem Fragekreis verheimlicht haben sollte.<\/li><li>Am Tag der Aufnahme wirft sich der Postulant im Kapitelsaal in Gegenwart des ganzen Konvents zu Boden und begehrt Barmherzigkeit. Auf Gehei\u00df des Pri\u00adors, der mit Kirchenkukulle und wei\u00dfer Stola bekleidet ist, erhebt er sich und bittet um der Liebe Gottes willen um Aufnahme zur Probe im M\u00f6nchsgewand als dem\u00fc\u00adtigster Diener aller. Und der Prior erkl\u00e4rt ihm nach einer Predigt, da\u00df er w\u00e4hrend seiner Noviziatszeit frei fortgehen kann und da\u00df es andererseits auch in unserer Freiheit und Vollmacht liegt, ihn fortzuschicken, falls er, nachdem die Angelegenheit vor Gott erwogen wurde, f\u00fcr unser Leben nicht geeignet erscheinen sollte. Hat daraufhin der Postulant seine Zustimmung gegeben, kniet er zu F\u00fc\u00dfen des Priors nieder und legt seine gefalteten H\u00e4nde in die H\u00e4nde des Priors. Und der Prior gew\u00e4hrt ihm Gemeinschaft im Namen Gottes und des Ordens, in seinem eigenen und seiner Br\u00fcder Namen. Darauf wird er mit Novizenkukulle und Mantel bekleidet und zuerst vom Prior und dann von allen \u00fcbrigen mit dem Friedensku\u00df aufgenommen.<br>Dann wird der Novize aus dem Kapitelsaal in die Kirche geleitet, w\u00e4hrend der Konvent den Psalm 83 singt. Dabei geht der Prior an der Spitze; es folgt der Novize, anschlie\u00dfend die Patres und Br\u00fcder, wobei die \u00c4ltesten vorangehen. Bei der Kirche angekommen, nimmt der Prior den Novizen an der Hand und f\u00fchrt ihn zu den Stufen des Altarraumes; dort prosterniert sich der Novize zum Gebet. Unterdessen singt der Konvent kniend den Vers Veni, Sancte Spiritus. Danach betet der Prior, auf der Misericordia verneigt, mit dem Konvent den Ver\u00adsikel und schlie\u00dft die Oration an.<br>Am Schlu\u00df steht der Novize auf, macht eine tiefe Verneigung und begibt sich an seinen Platz im Chor.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die einfache Prof e\u00df<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"8\"><li>Vor der Vesper des Vortages der Ablegung der ein\u00adfachen wie der feierlichen Gel\u00fcbde oder auch am.<br>Morgen des Profe\u00dftages selbst prosterniert sich der No\u00advize im Kapitelsaal im Beisein des Konvents und bittet um Barmherzigkeit; nach der Aufforderung des Priors&nbsp;:<br>Stehen Sie auf, erhebt er sich und bittet um Zulassung zur Profe\u00df als dem\u00fctigster Diener aller. Darauf hin bleibt er stehen und h\u00f6rt sich so die Predigt des Pri\u00adors an. Am Tag der Profe\u00df werden einige Heiligenreliquien auf den Altar gestellt.<\/li><li>Wenn im Konventamt das Kyrie eleison angestimmt wird, legt bei der zeitlichen Profe\u00df der Novizenmeister oder ein anderer, falls dieser verhindert ist, die neue Kukulle vor dem Profe\u00dfkandidaten auf das Chorpult. Nach dem Evangelium oder Credo, falls es gesungen wird &#8211; das Allgemeine Gebet wird weggelassen -, schreitet der Pro\u00adfe\u00dfkandidat mit der neuen Kukulle auf den H\u00e4nden zu den Stufen des Altarraumes, legt diese dort nach einer tie\u00adfen Verneigung nieder und bleibt stehen. Dann tritt der Prior zu ihm heran und spricht die im Rituale angegebe\u00adnen Gebete. Hierauf segnet er mit ausgestreckter Hand die vor dem Profe\u00dfkandidaten auf der Stufe liegende Kukulle mit der entsprechenden Oration. Nach der Seg\u00adnung besprengt er die Kukulle mit Weihwasser.<br>Danach betet der Profe\u00dfkandidat mit verst\u00e4ndlicher Stimme (wenn es mehrere sind, beten sie gemeinsam), auf der ersten Stufe des Altarraumes kniend, im Beisein des Priors den Psalm Beh\u00fcte mich bis zum Vers Der Herr gibt mir das Erbe ausschlie\u00dflich. Dann nimmt der Prior mit Hilfe des Sakristans dem Novizen Mantel und Kukulle ab, wobei er sagt: Der Herr ziehe dir aus den alten Men\u00adschen mit seinen Werken, und legt ihm die lange Kukulle an mit den Worten: und bekleide dich mit dem neuen Men\u00adschen, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und wahrer Heiligkeit. Wenn es mehrere sind, wiederholt er die gleichen Worte bei jedem einzelnen.<br>Danach liest der Novize die Profe\u00dfformel vor (10.9 oder 18.10), die er auf ein Blatt Papier geschrieben in der Hand h\u00e4lt. Wenn es mehrere sind, mu\u00df die Formel von jedem einzeln vorgelesen werden.<br>Hat er die Gel\u00fcbde abgelegt, legt der Professe das Blatt in die H\u00e4nde des Priors und betet den begonnenen Psalm vom Vers Der Herr gibt mir das Erbe weiter bis Ehre sei dem Vater&#8230; Amen. Nach einer tiefen Vernei\u00adgung kehrt er an seinen Platz zur\u00fcck.<\/li><li>In der Messe sowohl der zeitlichen wie der feier\u00adlichen Profe\u00df empf\u00e4ngt der neue Professe gleich nach dem Diakon den Leib des Herrn aus der Hand des Priors, auch wenn er Priester ist. Er konzelebriert demnach nicht, kann aber an diesem Tag die Messe au\u00dfer\u00adhalb des Konvents feiern.<\/li><li>Bei der Erneuerung der zeitlichen Gel\u00fcbde (10.4; 18.5) bittet der Jungprofesse vor der Vesper des Vortages oder am Morgen des Profe\u00dftages im Kapitelsaal um Aufnahme, wie oben gesagt. Darauf folgt eine ent\u00adsprechende Predigt.<br>In der Messe, die der Prior zelebriert, verliest der Jungprofesse nach dem Evangelium oder dem Allgemei\u00adnen Gebet, auf den Stufen des Altarraumes im Beisein des Priors kniend, die Profe\u00dfformel. Darauf kehrt er zu seinem Platz zur\u00fcck, und die Messe wird fortgesetzt.<br>Sollte aber die Profe\u00df aus einem anderen Grund wiederholt werden m\u00fcssen, verliest der Professe im Kapitelsaal oder in einer anderen Kapelle die Formel in Anwesenheit des Priors, des Vikars und wenigstens zweier \u00e4lterer M\u00f6nche.<\/li><li>W\u00e4hrend der Zeit, in der ein Novize, der ewiger Professe eines anderen Institutes ist, bei den Professen mit feierlichen Gel\u00fcbden lebt (8.14), hat er keinen Mantel mehr, sondern er tr\u00e4gt eine lange Kukulle ohne B\u00e4nder.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die feierliche Profe\u00df<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"13\"><li>\u00dcber die Zeremonien im Kapitelsaal und die Vorbe\u00adreitung des Altares siehe unter Nr. B.<br>In der Messe, die der Prior zelebriert, tritt der Profe\u00dfkandidat (oder die Kandidaten) nach dem Evangeli\u00adum oder, wenn es gesungen wird, dem Glaubensbekenntnis &#8211; das Allgemeine Gebet wird weggelassen &#8211; zur Mitte der Altarraumstufen heran und singt dort nach einer tiefen Verneigung den Vers Nimm mich auf, o Herr, nach deiner Verhei\u00dfung, so werde ich leben: und la\u00df mich zuschanden nicht werden in meiner Hoffnung. Das Gesicht zum Altar gewandt, antwortet ihm der Konvent auf die gleiche Weise und in der gleichen Tonlage. Nach dreimaligem wechselseitigem Singen des Verses singt der Konvent Ehre sei dem Vater&#8230; Herr, erbarme dich unser &#8211; Chri\u00adstus, erbarme dich unser &#8211; Herr, erbarme dich unser; und vom Ehre sei dem Vater an auf der Misericordia ver\u00adneigt, betet der Konvent in Stille.<br>Bei Beginn des Wie es war richtet sich der Profe\u00df\u00adkandidat aus seiner Verneigung auf, geht auf der rech\u00adten Chorseite zum ersten Platz, kniet sich vor dem dort stehenden M\u00f6nch und daraufhin vor den \u00fcbrigen M\u00f6n\u00adchen dieser Chorseite nieder und spricht Bete f\u00fcr mich, Bruder; er geht dann zu den M\u00f6nchen der linken Chorsei\u00adte und sagt das gleiche.<\/li><li>Danach richtet sich der Konvent auf und stellt sich in Altarrichtung; und der Profe\u00dfkandidat ver\u00ad liest, vor der Mitte des Altares stehend und diesem zugewandt, klar und allen verst\u00e4ndlich seine auf ein Pergamentblatt geschriebene Profe\u00df. Dann k\u00fc\u00dft er den Altar und legt den gelesenen Text als Opfergabe darauf. Vor dem Priestersitz zu F\u00fc\u00dfen des Priesters proster\u00adniert, empf\u00e4ngt er den Segen, w\u00e4hrenddessen sich der Konvent auf der Misericordia verneigt. Die Oration singt der Prior mit \u00fcber dem Professen ausgestreckter Hand; und wenn es mehrere sind, betet er sie in der Mehrzahl. Danach besprengt er ihn mit Weihwasser. Nun kehrt der Professe zu seinem Platz zur\u00fcck.<br>Im eucharistischen Hochgebet wird des neuen feier\u00adlichen Professen gedacht, damit seine Hingabe tiefer in das Opfer des g\u00f6ttlichen Erl\u00f6sers eingehe.<\/li><li>Bei der feierlichen Profe\u00df eines Religiosen, der bereits durch die Profe\u00df in einem anderen Institut gebunden ist, erfolgt nach dem Bete f\u00fcr mich, Bruder und vor der Profe\u00dfablegung die Segnung der Kukulle an den Stufen des Altarraumes nach der unter Nr. 9 be\u00adschriebenen Weise, wobei allerdings der Psalm Beh\u00fcte mich wegf\u00e4llt.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die zeitliche Donation<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"16\"><li>Die zeitliche Donation findet in Gegenwart des Konvents vor der Vesper im Kapitelsaal statt. Auf den Boden hingestreckt, begehrt der Novize Barmherzigkeit. Auf Gehei\u00df des Priors, der mit Kirchenkukulle und wei\u00ad\u00dfer Stola vor dem Altar sitzt, steht er auf und sagt Ich bitte um der Liebe Gottes willen, mich als dem\u00fc\u00adtigsten Diener aller zur zeitlichen Donation zuzulas\u00adsen, wenn Sie, Vater, und der Konvent einverstanden sind. Nach der Predigt des Priors geht der Novize vor und kniet sich auf der ersten Altarstufe nieder, wobei der Konvent bedeckten Hauptes sitzt. Dann steht der Prior auf und nimmt mit Hilfe des Prokurators und des Sakristans dem Novizen den Mantel und die kurze Kukul\u00adle ab mit den Worten: Der Herr ziehe dir aus den alten Menschen mit seinen Werken. Und er zieht ihm die lange Kukulle ohne B\u00e4nder an mit den Worten: Und bekleide dich mit dem neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und wahrer Heiligkeit. Wenn es mehrere sind, wiederholt er das gleiche bei jedem ein\u00adzelnen.<br>Nun verliest der Novize den auf ein Blatt Papier geschriebenen Text der Donation (19.3), den er in der Hand h\u00e4lt, und \u00fcbergibt sodann das Blatt in die H\u00e4nde des Priors.<br>Der Prior aber nimmt seine Donation mit folgenden Worten an: Und ich, lieber Bruder, nehme deine Donation von seiten Gottes und des Ordens an; und in meinem Na\u00admen und im Namen meiner Nachfolger verpflichte ich mich, f\u00fcr deine seelischen und leiblichen Bed\u00fcrfnisse mit v\u00e4terlichem Herzen zu sorgen, sofern du deinem Ver\u00adsprechen treu bleibst. Und der Segen des allm\u00e4chtigen Gottes, des Vaters + und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf dich herab und bleibe allezeit bei dir. A\/: Amen. Nach den Worten verpflichte ich mich f\u00fcgt er in der zeitlichen Donation die Dauer der Donation bei; bzw. bis ans Lebensende, wenn es die ewige Donati\u00adon ist. Danach gehen alle in den Chor, um die Vesper zu feiern.<\/li><li>Bei der Erneuerung der zeitlichen Donation auf zwei Jahre (19.6) verliest der Donat im Kapitelsaal die Donationsformel vor dem Prior in Anwesenheit des Konvents. Der Prior tr\u00e4gt dabei keine Kirchenkukul\u00adle.<br>Wenn die Zeitliche Donation alle drei Jahre erneu\u00adert wird (19.7), verliest der Donat die Donationsformel im Kapitelsaal in Anwesenheit des Konvents oder au\u00dfer\u00adhalb des Konvents vor dem Prior, dem Vikar und wenig\u00adstens zwei \u00e4lteren M\u00f6nchen.<br>Wenn die Donation aus einem anderen Grund verl\u00e4n\u00adgert werden mu\u00df, findet die Erneuerung au\u00dferhalb des Konvents vor dem Prior, dem Vikar und wenigstens zwei \u00e4lteren M\u00f6nchen statt.<br>In dem Text der Donation und der Annahme durch den Prior wird immer die Zeit der Verl\u00e4ngerung angege\u00adben.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die ewige Donation<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"18\"><li>Die ewige Donation findet vor der Vesper in Gegen\u00adwart des ganzen Konvents statt. Hat sich der Konvent im Kapitelsaal versammelt, wirft sich der Donat zun\u00e4chst vor dem Prior nieder, der mit Kirchenkukulle und wei\u00dfer Stola bekleidet dasitzt, und begehrt Barm\u00adherzigkeit. Auf Gehei\u00df des Priors steht er auf und sagt: Ich bitte um der Liebe Gottes willen, mich als dem\u00fctigsten Diener aller zur ewigen Donation zuzulas\u00adsen, wenn Sie, Vater, und der Konvent einverstanden sind.<br>Nach der Predigt des Priors begeben sich alle in die Kirche, wobei der Donat unmittelbar hinter dem Prior geht. Der Donat kniet sich an den Stufen des Altarraumes nieder, w\u00e4hrend der Prior bei ihm steht und die M\u00f6nche an ihren Pl\u00e4tzen bedeckten Hauptes dem Altar zugewandt stehen. Nun verliest der Donat die Donations\u00adformel; der Prior nimmt die Donation an und segnet ihn wie oben beschrieben (Nr. 16).<br>W\u00e4hrend der Donat am selben Platz knien bleibt, begibt sich der Prior an den letzten Platz der rechten Chorseite, und der Konvent kniet sich am Chorpult nieder und singt: Sub tuum praesidium. Vom Wochens\u00e4nger wird der Versikel beigef\u00fcgt, und der Prior schlie\u00dft die Oration an.<br>Er zieht dann in der Sakristei die Kirchenkukul\u00adle aus und kehrt an seinen Platz zur\u00fcck; auch der Do\u00adnat begibt sich an seinen Platz, und es beginnt die Vesper.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Beauftragung zum Lektoren und Akolythendienst<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"19\"><li>Der Lektorendienst kann au\u00dferhalb der Messe \u00fcber\u00adtragen werden, Wir meinen jedoch, da\u00df der Lekto\u00adren- und Akolythendienst in der Regel w\u00e4hrend der Kon\u00adventmesse \u00fcbertragen werden soll.<br>Bei der Beauftragung zum Lektorendienst ruft der Diakon oder ein anderer nach dem Evangelium die Kandi\u00addaten auf, die sich daraufhin zum Prior begeben. Dieser l\u00e4dt ein zum Gebet, und der Konvent betet einige Zeit in Stille. Darauf schlie\u00dft der Prior die Oration an.<br>Die Kandidaten treten einzeln vor den Prior, der ihnen die Heilige Schrift \u00fcberreicht.<br>Die Messe wird wie gewohnt fortgesetzt. Wenn das Allgemeine Gebet stattfindet, kann ein Lektor die F\u00fcr\u00adbitten verlesen.<\/li><li>20 Bei der Beauftragung zum Akolythendienst ruft der Diakon oder ein anderer nach dem Evangelium die Kandidaten auf, die sich daraufhin zum Prior begeben. Dieser l\u00e4dt ein zum Gebet, und der Konvent betet einige Zeit in Stille. Darauf schlie\u00dft der Prior die Oration an.<br>Die Kandidaten treten einzeln vor den Prior, der ihnen eine Schale mit Hostien oder einen Kelch mit Me\u00df\u00adwein \u00fcberreicht.<br>Die Messe wird wie gewohnt fortgesetzt. Ein Ako\u00adlyth kann mit der Kirchenkukulle am Altar dienen, indem er das Amt des Diakons aus\u00fcbt. Die Akolythen empfangen unmittelbar nach dem Dia\u00adkon die Kommunion.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"c38\">Kapitel 38<\/h3>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Die Wahl des Priors<a href=\"#c36\">\u00ab<\/a><a href=\"\/moines\/de\/statuten\/buch-6\">\u00bb<\/a><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Hat ein Haus des Ordens den Prior verloren, soll der Vikar in geheimer Abstimmung die wahlberech\u00adtigten feierlichen Professen befragen, ob sie den neuen Prior w\u00e4hlen wollen. Wenn zu der Zeit das Generalkapi\u00adtel abgehalten wird, soll der Konvent baldm\u00f6glichst dem Definitorium seine Entscheidung mitteilen. Wenn der Konvent nicht w\u00e4hlen will oder wenn nach einer erneuten Abstimmung immer noch Stimmengleichheit besteht, soll der Vikar das Generalkapitel oder, falls es gerade nicht abgehalten wird, den Reverendus Pater bitten, nach seinem klugen Ermessen f\u00fcr das verwaiste Haus zu sorgen.<\/li><li>Alle feierlichen Professen, die im Haus wohnen und nicht nach Ma\u00dfgabe des Rechts gehindert sind, be\u00adsitzen f\u00fcr die Priorenwahl das aktive Stimmrecht. Die Gastprofessen jedoch erlangen das aktive Stimmrecht erst, wenn sie ein ganzes Jahr im Haus weilen. Der Vikar aber &#8211; im Haus der Gro\u00dfen Kartause auch der Scri\u00adba &#8211; ist sofort stimmberechtigt. Wer abwesend ist, kann seine Stimme durch Stellvertretung abgeben, wenn er noch wirklich Mitglied des w\u00e4hlenden Konventes ist. Tritt diesbez\u00fcglich eine Unsicherheit auf, soll der Konvent selbst entscheiden.<\/li><li>Entscheidet sich der Konvent f\u00fcr die Wahl, mu\u00df der Vikar die W\u00e4hler mit ernsten Worten im Herrn er\u00ad mahnen, da\u00df die Wahl des Seelenhirten eine \u00fcberaus schwere und wichtige Sache ist, weil von einem guten oder schlechten Hirten fast ausschlie\u00dflich das Wohl und Wehe der ganzen Herde abh\u00e4ngt, und da\u00df sie deshalb bei dieser Aufgabe mit aller Geradheit, Klugheit und Gottesfurcht zu Werke gehen m\u00fcssen. Das haupts\u00e4chliche Augenmerk bei der Priorenwahl mu\u00df auf die zur Seelen\u00adleitung n\u00f6tigen Gaben gelegt werden. Aber auch eine gewisse F\u00e4higkeit zur Besorgung der zeitlichen Gesch\u00e4f\u00adte wird gefordert, doch darf sie allein f\u00fcr die Stimm\u00adabgabe nicht entscheidend sein. Zudem kann die Sorge f\u00fcr die zeitlichen Angelegenheiten auch anderen Perso\u00adnen \u00fcberlassen werden.<\/li><li>Hat der Vikar dies alles dargelegt, wird f\u00fcr alle ein Fasten an drei aufeinanderfolgenden Tagen an\u00adgesetzt, falls kein Hochfest oder Sonntag dazwischen\u00adf\u00e4llt.<\/li><li>Der Konvent singt t\u00e4glich, bis er einen Prior hat, in gemeinsamer Andacht nach Laudes und Vesper den Hymnus Veni, Creator Spiritus, wie im Rituale beschrie\u00adben.<\/li><li>Alle d\u00fcrfen, ja m\u00fcssen die Ordensmitglieder um Auskunft bitten, die die Personen besser kennen. Die befragten M\u00f6nche aber sollen sich vor jeder Wahlbe\u00adeinflussung h\u00fcten.<\/li><li>Nicht gew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen: die Nichtpriester; wer nach Ablegung der feierlichen Profe\u00df noch nicht f\u00fcnf Jahre im Orden gelebt hat; jeder Prior, der kein Professe des Wahlhauses ist; die Visitatoren und Kommissare, die in Aus\u00fcbung der Visitation den Prior seines Amtes entheben, und zwar f\u00fcr dieses Mal; und alle, die wegen eines dauernden Hindernisses nicht das Generalkapitel besuchen k\u00f6nnen. Ein wegen eines schuld\u00adhaften Verhaltens abgesetzter Prior kann in demselben Haus nicht gew\u00e4hlt werden.<\/li><li>Inzwischen soll man so schnell, wie es ohne Schwierigkeit m\u00f6glich ist, die Konfirmatoren her\u00adbeirufen, die bei der Priorenwahl den Vorsitz f\u00fchren sollen. Dazu berufe man zwei vom Generalkapitel oder vom Reverendus Pater beauftragte Prioren oder, wenn man zwei Prioren nicht gut kommen lassen kann, einen Prior mit irgendeinem M\u00f6nch (jedoch nicht aus dem w\u00e4hlenden Konvent). Falls nichts im Wege steht, mu\u00df einer der beiden Konfirmatoren einer von den Visitatoren der Pro\u00advinz sein.<\/li><li>Die so zum Wahlbeistand Gerufenen sollen sich in Schweigen und Gebet mit dem w\u00e4hlenden Konvent ver-einigen und sich in keiner Weise in die bevorstehende Wahl einmischen. Ihre Aufgabe ist es n\u00e4mlich nicht, Personen zu bezeichnen; sie sollen lediglich auf Fragen wahrheitsgem\u00e4\u00df Antwort geben und die Wahlstimmen ein\u00adfach entgegennehmen.<\/li><li>Am Wahltag feiert einer der Konfirmatoren, gegebe\u00adnenfalls in Konzelebration, im Beisein des ganzen Konvents die Messe vom Heiligen Geist. Darauf ruft der Vikar die Konfirmatoren und den Konvent in den Kapitel\u00adsaal. Dort beginnt der Hauptkonfirmator, w\u00e4hrend alle mit entbl\u00f6\u00dftem Haupt stehen, die im Rituale beschriebe\u00adnen Gebete. Hierauf h\u00e4lt er oder sein Amtsbruder eine Ermahnungsansprache. Danach bleiben nur die W\u00e4hler mit den Konfirmatoren im Kapitelsaal. Alle anderen entfer\u00adnen sich.<\/li><li>Hierauf fordert der Hauptkonfirmator alle W\u00e4hler auf, einen solchen zu w\u00e4hlen, den sie vor Gott und ihrem Gewissen f\u00fcr wirklich f\u00e4hig und geeignet halten, das Priorenamt in diesem Haus auszu\u00fcben.<\/li><li>Nunmehr ordnet der Hauptkonfirmator an, jeder solle sich an den daf\u00fcr bestimmten Ort begeben, um den Stimmzettel auszuf\u00fcllen, auf den nur Name und Zu\u00adname des Priors geschrieben werden. Dann bringt man den Stimmzettel im verschlossenen Umschlag sofort zum Tisch der Konfirmatoren und wirft ihn in die zu diesem Zweck dort aufgestellte Wahlurne.<\/li><li>Kann ein Wahlberechtigter nicht pers\u00f6nlich an der Wahl teilnehmen, kann er trotzdem seine Stimme geltend machen, indem er den Stimmzettel wie gew\u00f6hnlich ausf\u00fcllt und in den Umschlag steckt. Wenn n\u00f6tig, gehen die Konfirmatoren selbst zu seiner Zelle, um seinen Stimmzettel in Empfang zu nehmen.<\/li><li>Nach vollzogener Wahl z\u00e4hlt der Hauptkonfirmator die Stimmzettel und \u00f6ffnet sie. Der k\u00fcnftige Prior mu\u00df mehr als die H\u00e4lfte aller tats\u00e4chlichen W\u00e4hler\u00adstimmen auf sich vereinigen, abz\u00fcglich der ung\u00fcltigen Stimmen und Enthaltungen. Hat keiner die erforderliche Zahl erreicht, geben die Konfirmatoren die Namen jener, die Stimmen erhalten haben, mit der Anzahl der auf jeden entfallenen Stimmen bekannt. Dann werden die Wahlzettel an Ort und Stelle verbrannt, und ein zweiter Wahlgang findet statt.<\/li><li>Ist nach dem dritten Wahlgang noch keiner gew\u00e4hlt, kann am gleichen Tag noch ein vierter und letzter Wahlgang stattfinden. Zuvor d\u00fcrfen sich die M\u00f6nche au\u00dferhalb des Kapitelsaals gegenseitig befragen, jedoch mit anderen nicht reden. Ist auch jetzt noch keiner ge\u00adw\u00e4hlt, mu\u00df die ganze Angelegenheit dem Reverendus Pater in der Gro\u00dfen Kartause schriftlich mitgeteilt werden, der nach Anh\u00f6rung der Visitatoren der Provinz dem ver\u00adwaisten Haus einen Hirten geben wird.<\/li><li>Ist ein Kandidat gew\u00e4hlt, soll der Hauptkonfirma\u00adtor laut verk\u00fcnden: Wir haben einen Prior. Dann nenne er dessen Namen, Profe\u00dfhaus und etwaiges Amt so\u00adwie die Anzahl der erhaltenen Stimmen. Zum Schlu\u00df sol\u00adlen alle Wahlzettel verbrannt werden.<\/li><li>Ist der Prior in Gegenwart aller \u00f6ffentlich be\u00adkanntgemacht, bittet der Vikar, falls er nicht selbst gew\u00e4hlt wurde, die Konfirmatoren, den Gew\u00e4hlten als Prior zu best\u00e4tigen. Hierauf setzen die Konfirmatoren einen Zeitraum fest &#8211; n\u00e4mlich einen bis zwei Tage -, w\u00e4hrend dem man gegen die Form der Wahl und die Person des Gew\u00e4hlten Einspruch erheben kann.<\/li><li>In der Zwischenzeit m\u00fcssen die Konventmitglieder und die Konfirmatoren sowohl die Person des Gew\u00e4hlten als auch die Form der Wahl gewissenhaft pr\u00fcfen: die Form der Wahl, ob sie dem Recht entsprechend durch\u00adgef\u00fchrt wurde; die Person des Gew\u00e4hlten, ob sie die Voraussetzungen erf\u00fcllt, welche die Statuten verlangen. Der Gew\u00e4hlte wird zwar gleich nach seiner Wahl davon in Kenntnis gesetzt und kann vor seiner Best\u00e4tigung das Amt ablehnen. Doch ermahnen wir ihn, die Last des Amtes nur aus sehr schwerwiegenden Gr\u00fcnden zur\u00fcckzuweisen.<\/li><li>Wenn die Konfirmatoren aus einem vern\u00fcnftigen Grund der Ansicht sind, der Gew\u00e4hlte k\u00f6nne nicht best\u00e4tigt werden, sollen sie sowie die Konventmit\u00adglieder dem Reverendus Pater die ganze Angelegenheit schriftlich genau darlegen. Der Reverendus Pater soll sodann nach seinem klugen Ermessen und nach reiflicher \u00dcberlegung die Wahl best\u00e4tigen oder f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4\u00adren. Ist die Wahl f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt oder hat der Gew\u00e4hlte das Amt abgelehnt, kann das Haus eine neue Wahl vornehmen.<\/li><li>Wer zum Prior gew\u00e4hlt wird, kann, bevor er annimmt oder ablehnt, jederzeit die Konfirmatoren bitten, ihm die Namen derer, die Stimmen erhalten haben, mit der jeweiligen Stimmenzahl unter dem Siegel der Ver\u00adschwiegenheit mitzuteilen. Wenn der Gew\u00e4hlte bei der Wahl abwesend war, hat er dar\u00fcberhinaus das Recht, alles zu erfahren, was er wissen w\u00fcrde, wenn er bei der Wahl anwesend gewesen w\u00e4re.<\/li><li>Haben die Konfirmatoren kein Hindernis vorgefun\u00adden, lassen sie alle W\u00e4hler und nur diese in den Kapitelsaal kommen, w\u00e4hrend sich die anderen in der Kirche versammeln. Dann best\u00e4tigen sie den Gew\u00e4hlten, indem der Hauptkonfirmator spricht: Wir, N. und N., de\u00adm\u00fctige Prioren der H\u00e4user N. und N., wurden vom Gene\u00adralkapitel oder vom Reverendus Pater in der Gro\u00dfen Kar\u00adtause bestellt, um bei eurer Wahl den Vorsitz zu f\u00fch\u00adren. Somit best\u00e4tigen wir kraft unserer Statuten als Prior dieses eures Hauses Pater N., Professe des Hauses N., im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Konvent antwortet: Amen. Ist ein Konfirma\u00adtor verhindert oder wird einer zum Prior gew\u00e4hlt, soll der andere die Best\u00e4tigung des Gew\u00e4hlten allein vorneh\u00admen. Sodann verliest der zweite Konfirmator den Bericht \u00fcber die vollzogene Wahl, den die Konfirmatoren als erste und nach ihnen alle W\u00e4hler unterschreiben.<\/li><li>Ist der Gew\u00e4hlte nicht anwesend, sollen die Best\u00e4\u00adtigung und die Berichterstattung nach dem von den Konfirmatoren festgesetzten Zeitraum wie oben gesche\u00adhen.<\/li><li>Die Konfirmatoren m\u00fcssen wenigstens innerhalb von acht Tagen nach Bekanntgabe der Wahl dem Reveren\u00addus Pater die Wahl und die Wahlbest\u00e4tigung anzeigen.<\/li><li>Ferner mu\u00df die Wahl innerhalb von h\u00f6chstens vier\u00adzig Tagen stattfinden. Hat ein Haus w\u00e4hrend dieser Zeit sein Wahlrecht nicht wahrgenommen, wird ihm f\u00fcr dieses Mal das Wahlrecht entzogen, und der Reverendus Pater oder das Generalkapitel \u00fcbernimmt die Sorge f\u00fcr einen neuen Prior.<\/li><li>Am Tag des Amtsantritts des Priors bringen die Konfirmatoren (oder falls sie nicht da sind, der Vikar und Antiquior) zur angesetzten Stunde den neuen Prior zum Sitz seines Vorg\u00e4ngers in der Kirche; dabei halten sie auf beiden Seiten seine Kukulle, und alle folgen nach. Nachdem dann dort alle, am Chorpult kniend und entbl\u00f6\u00dften Hauptes, ein kurzes Gebet verrichtet haben, kommen sie in den Kapitelsaal, wo der neue Prior nach der Rechtsvorschrift das Glaubensbekenntnis spricht, nachdem der Hauptkonfirmator (oder der Vikar) einige Worte an diesen gerichtet hat; dann tritt der Vikar heran und legt kniend seine gefalteten H\u00e4nde in die H\u00e4nde des Priors. Auf dessen Frage: Versprichst du Gehorsam? antwortet er: Ich verspreche es, und nach dem Friedensku\u00df erhebt er sich und kehrt an seine Platz zu\u00adr\u00fcck. Nach dem Vikar machen es der Antiquior und die \u00fcbrigen der Reihe nach ebenso.<\/li><li>Jener Tag aber soll ganz der Freude gewidmet sein. Wir essen im Refektorium und beobachten das Fasten nur, wenn es auch an einem Hochfest gehalten w\u00fcrde. Das dem Refektorium vorausgehende Offizium wird in der Kir\u00adche gesungen.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buch 5 Kapitel 36 Die Riten des Kart\u00e4userlebens\u00ab\u00bb Wer in die Kart\u00e4userfamilie eintritt, wird nach einer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":6183,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6193","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6193\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}