{"id":4367,"date":"2021-08-27T19:20:43","date_gmt":"2021-08-27T17:20:43","guid":{"rendered":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/?page_id=4367"},"modified":"2023-12-18T19:18:30","modified_gmt":"2023-12-18T18:18:30","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/chartreux.org\/moines\/de\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><\/p>\n<div id=\"toc_container\">\n<ul class=\"toc_list\">\n  <li><a href=\"#Les-origines\">1. Die Urspr\u00fcnge<\/a><\/li>\n  <li><a href=\"#das\">2. Das Mittelalter<\/a><\/li>\n  <li><a href=\"#vom16\">3. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert<\/a><\/li>\n  <li><a href=\"#die\">4. Die Franz\u00f6sische Revolution<\/a><\/li>\n  <li><a href=\"#vonder\">5. Von der Restauration bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts<\/a><\/li>\n  <li><a href=\"#neue\">6. Neue Horizonte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#dieheiligen\">7. Die Heiligen des Kart\u00e4userordens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#diehauser\">8. Die H\u00e4user im Laufe der Zeit<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"862\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Zurbaran-Virgen-protectora-1-1024x862.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2771\" style=\"width:417px;height:350px\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Zurbaran-Virgen-protectora-1-1024x862.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Zurbaran-Virgen-protectora-1-300x253.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Zurbaran-Virgen-protectora-1-768x646.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Zurbaran-Virgen-protectora-1.jpg 1068w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Die Jungfrau Maria, Besch\u00fctzerin der Kart\u00e4user<\/em><\/em>, von Zurbar\u00e1n, <br>gegen 1638, <br>f\u00fcr die Kartause von Sevilla (Museum von Sevilla, Spanien)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die Geschichte des Kart\u00e4userordens ist reich und vielschichtig; daher ist es nicht m\u00f6glich, hier in allen Bereichen ins Detail zu gehen. Wir werden uns auf ein paar markante Punkte beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Les-origines\">1. Die Urspr\u00fcnge<\/h3>\n\n\n\n<p>Es war im Juni 1084, als Magister Bruno mit sechs Gef\u00e4hrten von Hugo, dem Bischof von Grenoble, in die Ein\u00f6de von La Chartreuse gef\u00fchrt wurde, um dort eine Einsiedelei zu gr\u00fcnden \u2013 an einen abgeschiedenen Ort, an dem sich seine Seele frei zu Gott erheben konnte, den er suchte, nach dem ihn verlangte, den er jenseits von allem Geschaffenen verkostete. Bruno musste seine geliebte Einsamkeit aufgeben, um dem Papst zu gehorchen, aber er gr\u00fcndete bald darauf, im Jahr 1090, ein zweites Kloster gem\u00e4\u00df seiner Idee eines rein kontemplativen Lebens: Santa Maria della Torre in Kalabrien. Bruno hat keine schriftliche Regel hinterlassen, doch gaben die ersten Kart\u00e4userm\u00f6nche, von seinem Beispiel inspiriert und durch ihre eigene Erfahrung geschult, diese Flamme an ihre Nachfolger weiter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"451\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Statuts-1510-color_frag-01-1024x451.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1087\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Statuts-1510-color_frag-01-1024x451.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Statuts-1510-color_frag-01-300x132.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Statuts-1510-color_frag-01-768x338.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Statuts-1510-color_frag-01-1536x676.jpg 1536w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Statuts-1510-color_frag-01-2048x901.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em> <em>Die Urspr\u00fcnge des Ordens<\/em>, <\/em>Kupferstich der Erstausgabe<br>der Statuten von Amorbach, Basel, 1510<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1109 w\u00e4hlte die Gemeinschaft der Chartreuse den erst 27-j\u00e4hrigen Guigo zu ihrem f\u00fcnften Prior: ein Vertrauensakt, den sie nicht bereute, denn unter seiner Leitung begann eine Periode von bemerkenswerter Fruchtbarkeit. Der Eifer und die Treue der allerersten Gemeinschaft \u00fcbten bald eine gro\u00dfe Anziehungskraft aus: ab 1115 baten mehrere Gemeinschaften darum, sich der von Bruno ins Leben gerufenen einsamen Lebensweise anzuschlie\u00dfen: Portes (Ain), Saint-Sulpice (Ain), Meyriat (Ain). Diese Gemeinschaften dr\u00e4ngten Guigo, ihnen eine Beschreibung der in der Grande Chartreuse befolgten Br\u00e4uche schriftlich zu \u00fcbermitteln. Dieser schrieb auf Dr\u00e4ngen des hl. Bischofs Hugo von Grenoble die <em>\u201e<\/em><em>Gebr\u00e4uche<\/em><em> der <\/em><em>Chartreuse\u201c<\/em> nieder, ein 1127 vollendetes Werk, in dem er lediglich die Gewohnheiten seines Klosters beschrieb. Dieses Werk, das eine vollst\u00e4ndige monastische Regel darstellt, wurde von allen Gemeinschaften angenommen und blieb durch die Jahrhunderte hindurch Grundlage der kartusianischen Gesetzgebung. Guigo stellte, unter der wohlwollenden Aufsicht des hl. Hugo, das kartusianische Antiphonarium zusammen und hinterlie\u00df einige andere wertvolle Schriften.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1132 wurde die Gemeinschaft der Chartreuse einer schweren Pr\u00fcfung unterzogen: Eine gro\u00dfe Lawine zerst\u00f6rte das urspr\u00fcngliche Kloster. Sechs M\u00f6nche wurden get\u00f6tet, ein siebter wurde zw\u00f6lf Tage sp\u00e4ter bei Bewusstsein gefunden, starb aber noch am selben Tag. Angesichts einer solchen Katastrophe verlegte Guigo das Kloster an einen sichereren Ort, n\u00e4mlich an den, an dem es sich heute noch befindet, zwei Kilometer weiter unten im Tal. Zum Zeitpunkt von Guigos Tod im Jahr 1136 gab es insgesamt neun Kartausen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Generalkapitel fand 1140 statt, unter der Leitung des heiligen Anthelm, dem siebten Prior der Chartreuse. Dieses Kapitel etablierte eine einheitliche Liturgie in allen H\u00e4usern. Kurze Zeit sp\u00e4ter schlossen sich die Nonnen von Pr\u00e9bayon dem entstehenden Orden an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"das\">2. Das Mittelalter<\/h3>\n\n\n\n<p>Von 1155 an, zun\u00e4chst unter dem hochw\u00fcrdigen Pater General Dom Basile, versammelte sich das Generalkapitel jedes Jahr, immer in der Grande Chartreuse. Seitdem stand die wesentliche Struktur des Ordens fest. Der Prior der Grande Chartreuse, der nur von den M\u00f6nchen dieses Hauses gew\u00e4hlt wurde, erhielt von nun an die Vorrechte eines Generalministers.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"464\" height=\"624\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Copiste-chartreux_ms.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2430\" style=\"width:294px;height:396px\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Copiste-chartreux_ms.jpg 464w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Copiste-chartreux_ms-223x300.jpg 223w\" sizes=\"(max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kart\u00e4user-Kopist, in einem Manuskript der <em>Vita Christi<\/em> des Ludolf von Sachsen, 15. Jh.<br>(Universit\u00e4tsbibliothek Glasgow, Schottland)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>1160, erste Kartause in Mitteleuropa: Seitz (im heutigen Slowenien).<br>1162, erste nordische Kartause, in D\u00e4nemark: Asserbo (Roskilde).<br>1163, erste der insgesamt 22 Kartausen in Spanien: Scala Dei.<br>1178, erste der insgesamt elf Kartausen in England: Witham.<br>Unter P. D. Jancellin werden neue liturgische Richtlinien angenommen und die Heilige Messe wird von da an t\u00e4glich gefeiert. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1233 gab es bereits 47 Kartausen in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>1257 wurde die Kartause von Paris durch den hl. K\u00f6nig Ludwig gegr\u00fcndet. Im Jahr 1300 \u2013 und noch einmal kurze Zeit sp\u00e4ter (1320) \u2013 brach in der Grande Chartreuse ein Brand aus, der das Kloster fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rte. Sieben weitere Br\u00e4nde kamen in den folgenden Jahrhunderten noch dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1334 wurde die Kartause von K\u00f6ln gegr\u00fcndet. Der Geburtsort des heiligen Bruno sollte \u00fcber mehrere Jahrhunderte hinweg eine bemerkenswerte Ausstrahlung haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201eSchwarze Tod\u201c von 1347\/49, der Europa verw\u00fcstete, forderte auch im Orden fast eintausend Opfer. 1370 wurde die Kartause von Rom gegr\u00fcndet. Im Jahr 1371 hatte der Orden 150 H\u00e4user.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gro\u00dfe Schisma des Westens im Jahre 1378, das die Kirche in zwei Ob\u00f6dienzen aufteilte, die des Papstes von Rom und die des Papstes von Avignon, f\u00fchrte auch den Kart\u00e4userorden zur Spaltung: die H\u00e4user von Frankreich und Spanien kamen unter die Jurisdiktion des Papstes von Avignon, die anderen Kartausen blieben dem r\u00f6mischen Papst verbunden. Erst 1409 wurde das Schisma beendet, und der Orden konnte im folgenden Jahr dank des gleichzeitigen R\u00fccktritts der Gener\u00e4le beider Ob\u00f6dienzen seine Einheit wiedererlangen: D. Bonifatius Ferrer (Bruder des hl. Vinzenz Ferrer) und D. Stefano Maconi (Sch\u00fcler der hl. Katharina von Siena). Das Generalkapitel w\u00e4hlte daraufhin den Prior der Kartause von Paris zu seinem einzigen General, den in Sachsen geborenen Jean von Griffenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung von H\u00e4usern setzte sich im Sp\u00e4tmittelalter kontinuierlich fort, sogar in Schweden und Ungarn wurden Kartausen gegr\u00fcndet. In den Niederlanden gab es eine gro\u00dfe Konzentration von Kart\u00e4usern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"vom16\">3. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert<\/h3>\n\n\n\n<p>Zur Zeit der Renaissance befand sich der Orden auf seinem H\u00f6hepunkt. Im Jahr 1513 gewann der Orden das Haus in Kalabrien zur\u00fcck, das zu einer Zisterzienserabtei geworden war. Beim Tod des Generals Pater Fran\u00e7ois du Puy im Jahr 1521, der den Prozess zur Heiligsprechung Brunos eingeleitet hatte, z\u00e4hlte der Orden fast 200 lebendige Kartausen. Doch diese Prosperit\u00e4t sollte nicht von Dauer sein. Infolge der Reformation, w\u00e4hrend der Wirren der Religionskriege, die das ganze 16. Jahrhundert aufw\u00fchlten, verschwanden 40 Kartausen. Mehr als 50 Kart\u00e4userm\u00f6nche vergossen ihr Blut f\u00fcr ihren Glauben, darunter die allerersten M\u00e4rtyrer der englischen Reformation im Jahr 1535. Mehrere Kartausen wurden niedergebrannt; die Grande Chartreuse wurde 1562 von den calvinistischen Truppen des Barons des Adrets gepl\u00fcndert und in Brand gesetzt. Viele wertvolle Manuskripte gingen verloren, darunter auch die Originalschriftrolle mit den Trauertiteln des heiligen Bruno.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"888\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/LeMasson_corr-1-888x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1062\" style=\"width:305px;height:351px\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/LeMasson_corr-1-888x1024.jpg 888w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/LeMasson_corr-1-260x300.jpg 260w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/LeMasson_corr-1-768x885.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/LeMasson_corr-1-1332x1536.jpg 1332w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/LeMasson_corr-1-1776x2048.jpg 1776w\" sizes=\"(max-width: 888px) 100vw, 888px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Dom Innocent Le Masson<\/em>, anonym, 1676<br>(Sammlung der Grande Chartreuse)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In diesen Zeiten von Unruhen, von B\u00fcrger- oder Religionskriegen, waren die Kart\u00e4userm\u00f6nche manchmal gezwungen, sich im Inneren von St\u00e4dten niederzulassen: die Kartause Molsheim ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr. Auf die Friedensvertr\u00e4ge folgte eine Periode relativer zahlenm\u00e4\u00dfiger Stabilit\u00e4t. Der Orden hatte H\u00e4user vom K\u00f6nigreich Portugal bis zum Herzogtum Litauen (die Kartause von Bereza, im heutigen Wei\u00dfrussland, war das am weitesten entfernte Haus).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grande Chartreuse erlitt 1676 erneut einen verheerenden Brand, den neunten und letzten. Pater Dom Innocent Le Masson lie\u00df das Kloster nach einem neuen Plan wieder aufbauen, so wie es heute noch existiert. Dies war nur dank der Spenden aus der ganzen Welt m\u00f6glich. Man kann sagen, dass es keinen einzigen Stein gibt, der nicht von der einen oder anderen Gemeinschaft des Ordens gestiftet worden w\u00e4re. Zu dieser Zeit gab es etwa 160 Kartausen in Europa. Das erkl\u00e4rt die Gr\u00f6\u00dfe der Geb\u00e4ude des Mutterhauses, denn w\u00e4hrend des Generalkapitels, das jedes Jahr die Prioren aller H\u00e4user mit ihren Begleitern zusammenf\u00fchrte, mussten hunderte von Menschen untergebracht werden. Zu dieser Zeit z\u00e4hlte der Orden 2500 Patres, 1300 Laienbr\u00fcder und 70 Nonnen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GC-par-Ricois20-1024x739.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1040\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GC-par-Ricois20-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GC-par-Ricois20-300x216.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GC-par-Ricois20-768x554.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GC-par-Ricois20-1536x1108.jpg 1536w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GC-par-Ricois20-2048x1478.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Die Grande Chartreuse<\/em><\/em>, von Ricois, 1870<br>(private Sammlung)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Kart\u00e4userorden war schon immer sehr geeint. Einen abgespaltenen kartusianischen Zweig gab es in der Geschichte nur ein einziges Mal: Im Jahr 1785 entstand die Spanische Nationalkongregation, die Frucht eines von der Krone unterst\u00fctzten und schon l\u00e4nger existierenden separatistischen Geistes. Aber ihre Existenz war nur von kurzer Dauer: Sie verschwand mit der Aufhebung aller Kl\u00f6ster durch die liberale Regierung im Jahr 1835.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"die\">4. Die Franz\u00f6sische Revolution<\/h3>\n\n\n\n<p>Im 18. Jahrhundert war ein Vorbote der Revolution die Schlie\u00dfung aller 24 Kartausen im Herrschaftsbereich Kaiser Josephs II. von \u00d6sterreich-Ungarn. Die revolution\u00e4ren Wirren, die kurz darauf durch Europa fegten, machten den Orden beinahe zunichte: 1805 waren nur noch wenige Kartausen \u00fcbrig. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"987\" height=\"642\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Serment_s11rec.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1107\" style=\"width:573px;height:372px\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Serment_s11rec.jpg 987w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Serment_s11rec-300x195.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Serment_s11rec-768x500.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 987px) 100vw, 987px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Der Ballhausschwur<\/em><\/em>, von J. L. David, ca. 1791<br>(Museum Carnavalet, Paris)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die wichtigsten Grunds\u00e4tze der Revolution\u00e4re waren der Individualismus und die absolute Souver\u00e4nit\u00e4t eines s\u00e4kularen Staates. Jede besondere Gruppierung wurde verboten, sodass nur noch vereinzelte Individuen vor dem Staat bestehen sollten. Der Zeitraum l\u00e4sst sich in wenigen Daten zusammenfassen:<\/p>\n\n\n\n<p>Februar 1790: Die Konstituierende Versammlung weigert sich, die kl\u00f6sterlichen Gel\u00fcbde anzuerkennen, da sie diese als lebenslange Knechtschaft betrachtet. Das Gesetz \u00f6ffnet zun\u00e4chst die T\u00fcr f\u00fcr diejenigen, die das Kloster verlassen wollen, aber es l\u00e4sst den Ordensleuten die Freiheit, ihrer Regel zu folgen und ihren Habit zu behalten.<br>12. Juli 1790: Die Konstituierende Versammlung stimmt \u00fcber die \u201eZivilverfassung des Klerus\u201c ab und verpflichtet alle Kleriker, einen Eid abzulegen. Diejenigen, die sich weigern, den Eid abzulegen, werden verfolgt. Mehrere Kart\u00e4userm\u00f6nche werden mit der Guillotine hingerichtet.<br>August 1792: Alle Ordensgemeinschaften werden aufgel\u00f6st; das Tragen eines Ordenshabits wird verboten.<br>Oktober 1792: Stichtag f\u00fcr die R\u00e4umung aller Kl\u00f6ster, die mit all ihrem Hab und Gut in den Besitz des Staates \u00fcbergehen. Alle franz\u00f6sischen Kart\u00e4userm\u00f6nche werden zerstreut, einige schlie\u00dfen sich den Kart\u00e4usern in der Schweiz oder in Italien an.<br>1794: Alle inhaftierten M\u00f6nche unter 60 Jahren werden nach Bordeaux, Saintes und Rochefort deportiert, wo sie meist an Verelendung sterben. Unter ihnen waren auch einige Kart\u00e4user.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrere Kart\u00e4userm\u00f6nche lebten unter gro\u00dfen Gefahren im Untergrund weiter, unter ihnen D. Ephrem Coutarel, der sp\u00e4ter die R\u00fcckkehr der Kart\u00e4user nach Frankreich vorantrieb, als die Lage sich wieder beruhigt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#toc_container\" class=\"returnToTop\"> zur\u00fcck nach oben \u2191 <\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"vonder\">5. Von der Restauration bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Erlass von K\u00f6nig Ludwig XVIII. erlaubte die R\u00fcckkehr der M\u00f6nche. Am 8. Juli 1816 kehrten die vertriebenen Kart\u00e4userm\u00f6nche in die Grande Chartreuse zur\u00fcck. Im selben Jahr nahmen die \u00fcberlebenden Nonnen das Kart\u00e4userleben in Beauregard (Voiron, Is\u00e8re) wieder auf. Am Ende des Jahrhunderts, einer Zeit des Wiederaufbaus, gab es bereits wieder 27 ge\u00f6ffnete H\u00e4user in Europa. Dazu geh\u00f6rte auch die neue Kartause von Parkminster, England, wohin die Kart\u00e4user zum ersten Mal seit der Reformation zur\u00fcckkehren konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ein neuer Aufschwung des Antiklerikalismus begann sich abzuzeichnen. Das Gesetz von 1901 gegen Ordenskongregationen hatte die gleichzeitige Schlie\u00dfung von zehn franz\u00f6sischen Kartausen zur Folge. Die Gemeinschaft der Grande Chartreuse wurde 1903 von den staatlichen Beh\u00f6rden mit Milit\u00e4rgewalt vertrieben und siedelte sich in der Kartause von Farneta in Italien an. Die anderen franz\u00f6sischen Kart\u00e4userm\u00f6nche mussten ebenfalls das Land verlassen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"632\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/exp190302-1024x632.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1065\" style=\"width:572px;height:352px\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/exp190302-1024x632.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/exp190302-300x185.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/exp190302-768x474.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/exp190302.jpg 1394w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg konnten in Frankreich nach und nach drei M\u00f6nchskl\u00f6ster und ein Nonnenkloster wiederer\u00f6ffnet werden. Im Juni 1940 nutzte der Pater General Dom Ferdinand Vidal die Lage angesichts des drohenden Kriegseintrittes Italiens aus und forderte die R\u00fcckkehr der in Italien lebenden franz\u00f6sischen Kart\u00e4user nach Frankreich als \u201epolitische Fl\u00fcchtlinge\u201c. Die Gemeinschaft konnte sich auf diese Weise wieder in der Grande Chartreuse ansiedeln und der Orden das Generalkapitel erneut im Mutterhaus abhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"neue\">6. Neue Horizonte<\/h3>\n\n\n\n<p>1967 wurde P. Dom Andr\u00e9 Poisson zum Generalminister des Ordens gew\u00e4hlt, dessen Aufgabe es war, mit Hilfe aller Ordensmitglieder die Kart\u00e4user-Statuten zu erneuern, und zwar im Lichte des Zweiten Vatikanischen Konzils und des neuen Kodex des Kirchenrechts.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige Kartausen wiederer\u00f6ffnet oder neu gebaut: Portes (1971 restauriert) und Notre-Dame (1978 gebaut, um die Nonnen von Beauregard aufzunehmen) in Frankreich, Marienau (1964 gebaut, um die Kart\u00e4user von Hain aufzunehmen) in Deutschland, Trinit\u00e0 (1994 gebaut, um die Nonnen von Riva aufzunehmen) in Italien, \u00c9vora (1960 restauriert, 2019 geschlossen) in Portugal, Benifa\u00e7\u00e0 (1967 restauriert) in Spanien.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Mitte des 20. Jahrhunderts \u00f6ffneten sich neue Horizonte f\u00fcr den Orden, der sich au\u00dferhalb Europas auszubreiten begann: zuerst in den Vereinigten Staaten 1950, dann in Brasilien 1984 und in Argentinien 1998. Die j\u00fcngsten Gr\u00fcndungen sind jene in S\u00fcdkorea, eine von M\u00f6nchen und eine von Nonnen (2002).<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich k\u00f6nnen wir den historischen Besuch von Papst Johannes Paul II. in der Kartause von Serra San Bruno in Kalabrien im Jahr 1984 erw\u00e4hnen, anl\u00e4sslich der 900-Jahrfeier der Ordensgr\u00fcndung; seinen Brief an die Kart\u00e4user zum 900. Todestag des Heiligen Bruno im Jahr 2001; und den Besuch von Papst Benedikt XVI. in derselben Kartause im Jahr 2011.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kart\u00e4userorden war im Vergleich zu anderen monastischen Orden schon immer zahlenm\u00e4\u00dfig klein. Dennoch hat er die Jahrhunderte durchlaufen mit ihren Turbulenzen und tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen. Der Geist des heiligen Bruno bleibt lebendig, die Sendung des Kart\u00e4userordens ist immer noch aktuell, und der Ruf der W\u00fcste zieht weiterhin junge Berufungen aus der ganzen Welt an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"popmake-5922\"><strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">H\u00e4ufig gestellte Fragen zur Geschichte<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"582\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Cartujos-Miraflores-capuchones-1024x582.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1094\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Cartujos-Miraflores-capuchones-1024x582.jpg 1024w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Cartujos-Miraflores-capuchones-300x170.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Cartujos-Miraflores-capuchones-768x436.jpg 768w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Cartujos-Miraflores-capuchones.jpg 1178w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"dieheiligen\">7. Die Heiligen des Kart\u00e4userordens<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie ein altes Sprichwort sagt: \u201eCartusia sanctos facit, sed non patefacit\u201c \u2013 der Kart\u00e4userorden bringt Heilige hervor, aber er macht sie nicht bekannt. Die Kart\u00e4userm\u00f6nche haben gem\u00e4\u00df ihrer Berufung zu einem verborgenen Leben keinen Postulator in Rom, um die Heiligsprechung von Mitgliedern ihres Ordens zu beantragen. Die einzige Ausnahme war jene zu Gunsten des Gr\u00fcnders, als das Generalkapitel 1514 eine ausdr\u00fcckliche Bitte an Papst Leo X. richtete. Meistens entspringen das Gedenken und die Verehrung eines Kart\u00e4users der Fr\u00f6mmigkeit der Gl\u00e4ubigen: Der erste aller Kart\u00e4userm\u00f6nche, der zu den Alt\u00e4ren erhoben wurde, war der heilige Hugo von Lincoln, der 1220 durch Akklamation des Kirchenvolkes und p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung heiliggesprochen wurde; zuletzt heiliggesprochen wurden die seligen Claude und Lazarus, M\u00e4rtyrer der Franz\u00f6sischen Revolution, zusammen mit einer Gruppe anderer Glaubenszeugen, deren Prozess von der Di\u00f6zese La Rochelle getragen wurde (1995). Die folgende Liste ist nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Heiligkeit des Kart\u00e4userordens im Laufe der Jahrhunderte; die meisten Heiligen des Ordens sind wohl allein Gott bekannt. Doch gibt es mehrere Kart\u00e4userm\u00f6nche, die sp\u00e4ter Bisch\u00f6fe wurden \u2013 was \u00e4u\u00dferst selten ist \u2013 und daher bekannt waren und bewundert wurden. Wir stellen im Folgenden jene Kart\u00e4user dar, die offiziell im r\u00f6mischen Martyrologium verzeichnet sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"666\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Calci-ret.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4256\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Calci-ret.jpg 900w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Calci-ret-300x222.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Calci-ret-768x568.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Die geistige Nachkommen<\/em> <em>schaft des heiligen Bruno<\/em><\/em>, anonym, Ende 18. Jahrhundert<br>(Sammlung des Museums der Kartause von Calci, Italien)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Lanuin, M\u00f6nch<\/h5>\n\n\n\n<p>Der selige Lanuin, der Normanne, trat 1091 oder 1092 in die Gemeinschaft der Einsiedelei von La Torre in Kalabrien ein, der zweiten Gr\u00fcndung des heiligen Bruno. Von da an waren die Urkunden gemeinsam an ihn und Bruno gerichtet, was sie verwaltungstechnisch auf die gleiche Stufe stellte. Ihm waren die zeitlichen Angelegenheiten der Gemeinschaft anvertraut und er wurde nach dem Tod des heiligen Bruno im Jahre 1101 trotz starker Opposition zum Vorsteher der Einsiedelei gew\u00e4hlt. Vom Jahr 1104 an wurde er von Papst Paschalis II. mit bestimmten Missionen betraut. Im Jahre 1114 f\u00fcgte er der Einsiedelei ein z\u00f6nobitisches Haus unter der Regel des heiligen Benedikt hinzu, f\u00fcr die kranken M\u00f6nche und wo Kandidaten f\u00fcr das eremitische Leben ausgebildet werden sollten. Er starb am 11. April 1116.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Ayrald, M\u00f6nch und Bischof<\/h5>\n\n\n\n<p>Ayrald war zun\u00e4chst Regularkanoniker des Kathedralkapitels von Grenoble und wurde von 1102 bis 1132 als Dekan von Saint-Andr\u00e9 in dieser Kirche erw\u00e4hnt. Danach trat er in die Kartause von Portes ein, unter Bernhard, dem ersten Prior dieses Hauses. Schon wenige Jahre nach seiner Profess sah er sich gezwungen, die Ernennung zum Bischof von Maurienne anzunehmen, wo er zwischen 1135 und 1143 die \u00f6ffentlichen Urkunden unterzeichnete. Soweit es sein Bischofsamt zulie\u00df, blieb er den Observanzen des Ordens treu und kehrte gerne f\u00fcr kurze Aufenthalte in die Einsamkeit von Portes zur\u00fcck. Er starb gegen 1160.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Johannes von Spanien, M\u00f6nch<\/h5>\n\n\n\n<p>Der selige Johannes, 1124 in Spanien geboren, studierte ab 1136 in den Klosterschulen der Provence. 1139 nahm er in einer Einsiedelei bei Pr\u00e9bayon die M\u00f6nchskutte an, trat aber 1141 in die Kartause von Montrieux ein. Ein Jahr sp\u00e4ter wurde er Sakristan, Prior im Jahr 1148, 1151 gr\u00fcndete er die Kartause Le Reposoir und wurde zugleich deren erster Prior. Er gab den Nonnen von Pr\u00e9bayon die \u201eGebr\u00e4uche der Chartreuse\u201c weiter, kopierte f\u00fcr sie die liturgischen B\u00fccher der Kart\u00e4user und spielte eine zentrale Rolle bei der Eingliederung dieses Klosters in den Kart\u00e4userorden. Er starb in seinem Amt am 25. Juni 1160.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der heilige Anthelm, M\u00f6nch und Bischof<\/h5>\n\n\n\n<p>Anthelm wurde um 1107 in der N\u00e4he von Chamb\u00e9ry als Sohn der Adelsfamilie von Chignin geboren und war zun\u00e4chst Propst der Kathedrale von Genf und Kanoniker derjenigen von Belley. Er trat 1136 oder 1137 in die Kartause von Portes ein in die Grande Chartreuse berufen, wo er die Profess ablegte und gleich darauf Prokurator wurde, bevor er 1139 zum Prior gew\u00e4hlt wurde. Er berief 1140 das erste Generalkapitel ein, trat 1151 zur\u00fcck und wurde kurz darauf zum Prior von Portes gew\u00e4hlt. Sp\u00e4ter (1163) wurde er zum Bischof von Belley gew\u00e4hlt. Er versuchte vergeblich, zwischen dem heiligen Thomas Becket und K\u00f6nig Heinrich II. von England zu vermitteln. Er starb am 26. Juni 1178.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Wilhelm von Fenol, M\u00f6nch<\/h5>\n\n\n\n<p>Der selige Wilhelm von Fenol oder Fenoglio, geboren in Garessio, zun\u00e4chst Einsiedler, wurde Laienbruder im Kart\u00e4userkloster von Casotte im Piemont. Er war ein Mann des Gebetes und der Einfachheit und f\u00fchrte ein unscheinbares, doch von eifrigem Gebet durchdrungenes Leben des Dienens. Er starb kurz vor 1182 im Alter von einhundert Jahren. Sein Ruf der Heiligkeit verbreitete sich bis in weite Ferne.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Odo von Novara, M\u00f6nch<\/h5>\n\n\n\n<p>Der selige Odo, 1140 in Novara geboren, legte seine Profess in der Kartause Casotte ab. Er wurde zum ersten Prior der Kartause Jurklo\u0161ter (Gyrio, Slowenien) ernannt, aber Probleme mit dem Bischof veranlassten ihn, Rom um die Annahme seines R\u00fccktrittes zu bitten. Als er in der Abtei Tagliacozzo Halt machte, wurde er von der dortigen \u00c4btissin, einer Verwandten des regierenden Papstes Clemens III., zur\u00fcckgehalten und zum Kaplan und Beichtvater ernannt; fortan lebte er als Einsiedler au\u00dferhalb des Nonnenklosters. Er starb dort am 14. Januar 1200, mehr als hundert Jahre alt. Mehrere anerkannte Wunder geschahen an seinem Grab, seine Verehrung ist in der Di\u00f6zese Tagliacozzo noch sehr lebendig.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der heilige Hugo von Lincoln, M\u00f6nch und Bischof<\/h5>\n\n\n\n<p>Hugo trat in die Grande Chartreuse ein, wo er Prokurator war. Sp\u00e4ter wurde er vom Generalkapitel auf Bitten des K\u00f6nigs von England damit beauftragt, das kartusianische Leben in England zu festigen. Er war der dritte Prior des Kart\u00e4userklosters von Witham. Nach f\u00fcnfundzwanzig Jahren kl\u00f6sterlichen Lebens wurde er zum Bischof von Lincoln gew\u00e4hlt. Sein Eifer und seine Weisheit verbanden sich mit viel Mut gegen\u00fcber den Anspr\u00fcchen der weltlichen Obrigkeit. Dies brachte ihm den Beinamen \u201eK\u00f6nigshammer\u201c ein. Er legte den Grundstein f\u00fcr die pr\u00e4chtige Kathedrale von Lincoln. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1200 konnte er noch einmal die Grande Chartreuse besuchen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der heilige Arthold, M\u00f6nch und Bischof<\/h5>\n\n\n\n<p>Arthaud oder Arthold, von adliger Herkunft, wird durch eine schlecht \u00fcberpr\u00fcfbare \u00dcberlieferung mit der Familie Sothonnod in Verbindung gebracht. Geboren 1101, trat er 1120 in die Kartause von Portes ein. 1132 gr\u00fcndete er auf Bitten des Bischofs von Genf die Kartause Arvi\u00e8res und wurde deren erster Prior. Zur Zeit des Generalkapitels von 1140 \u00fcbte er diese Funktion bereits nicht mehr aus oder nahm zumindest nicht am Generalkapitel teil. Er ist jedoch 1155 als Prior bezeugt und ebenso w\u00e4hrend seines ungl\u00fccklichen Eingreifens in den Konflikt zwischen Kirche und Kaiserreich im Jahr 1164. Im Jahr 1188 wurde er zum Bischof von Belley gew\u00e4hlt, ein Amt, das er nur aus Gehorsam annahm, aber sein hohes Alter von 87 Jahren zwang ihn 1190 zum R\u00fccktritt. Er kehrte nach Arvi\u00e8res zur\u00fcck, wo er am 6. Oktober 1206 im Alter von 104 Jahren starb.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der heilige Stephan von Ch\u00e2tillon, M\u00f6nch und Bischof<\/h5>\n\n\n\n<p>\u00c9tienne de Ch\u00e2tillon, geboren 1155, trat in die Kartause von Portes ein, wo er die Profess ablegte. Im Jahr 1183 wurde er Prior. Nach einunddrei\u00dfig Jahren Kart\u00e4userleben wurde er 1207 zum Bischof von Die gew\u00e4hlt. Dieses Amt nahm er nur auf ausdr\u00fccklichen Befehl des Papstes und des Generalministers des Kart\u00e4userordens an. Er starb nach ein Jahr im Bischofsamt im Jahr 1208 und wurde wegen der vielen Wunder, die auf seine F\u00fcrsprache zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, heiliggesprochen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Bonifatius von Savoyen, M\u00f6nchsnovize und Bischof<\/h5>\n\n\n\n<p>Als elftes Kind des Grafen Thomas I. von Savoyen und der Marguerite de Faucigny, war Bonifatius von Savoyen Erbe der Lehnsherrschaften von Rossillon, Virieu usw. Er trat in die Grande Chartreuse ein, verlie\u00df sie jedoch auf Anordnung seines Vaters noch vor seiner Profess, um 1234 das Bistum Belley und das Priorat Nantua zu erhalten. Dar\u00fcber hinaus wurde ihm im Jahr 1239 nach dem Tod seines Bruders Wilhelm auch die Verwaltung des Bistums von Valencia \u00fcbertragen. 1241 zum Erzbischof von Canterbury ernannt, verzichtete er 1242 auf seine ersten beiden Bischofssitze. Er starb am 14. Juli 1270 im Schloss von Sainte-H\u00e9l\u00e8ne in Savoyen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Nikolaus Albergati, M\u00f6nch und Bischof, Kardinal<\/h5>\n\n\n\n<p>Nikolaus Albergati wurde 1375 in eine alte Bologneser Adelsfamilie geboren, die auf das 10. Jahrhundert zur\u00fcckgeht. Er studierte zun\u00e4chst Jura. Danach trat er in die Kartause von Bologna ein, wo er im Alter von 32 Jahren Prior wurde. Nach zweiundzwanzig Jahren des Kart\u00e4userlebens wurde Nikolaus gegen seinen Willen zum Bischof von Bologna gew\u00e4hlt und anschlie\u00dfend zum Kardinal ernannt. Als hochbegabter Diplomat im Dienst des Papstes stellte er den Frieden zwischen Frankreich und England wieder her. Auf dem Konzil von Basel verteidigte er die p\u00e4pstliche Oberhoheit und f\u00fchrte sp\u00e4ter den Vorsitz auf dem Konzil von Ferrara. Man nannte ihn \u201eden Engel des Friedens\u201c. Wegen seiner Heiligkeit und G\u00fcte war er allgemein beliebt. Er starb 1443.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die heiligen Johannes Houghton, Augustin Webster, Robert Lawrence und ihre Gef\u00e4hrten, M\u00e4rtyrer<\/h5>\n\n\n\n<p>John Houghton, geboren 1487, wurde Bachelor in beiden Rechten in Cambridge. Er wurde 1511 Priester und trat 1515 in die Kartause von London ein. Dort wurde er im Jahr 1523 Sakristan und im Jahr 1526 Prokurator; 1531 Prior von Beauvale und noch im selben Jahr Prior der Kartause von London. Am 29. Mai 1534 weigerte er sich, den Eid auf die k\u00f6nigliche Oberhoheit \u00fcber die Kirche von England zu leisten. Am 13. April 1535 wurde er zusammen mit Dom Robert Lawrence, Prior der Kartause von Beauvale, und Dom Augustin Webster, Prior der Kartause von Axholm, verhaftet. Am 29. April wurden sie verurteilt und am 4. Mai gefoltert und hingerichtet. F\u00fcnfzehn weitere Kart\u00e4userm\u00f6nche, Patres und Br\u00fcder, erlitten in den folgenden f\u00fcnf Jahren das Martyrium. John Houghton wurde am 29. Dezember 1886 selig- und am 25. Oktober 1970 heiliggesprochen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der selige Wilhelm Horn, M\u00f6nch und M\u00e4rtyrer<\/h5>\n\n\n\n<p>Der selige William Horn, ein Laienm\u00f6nch aus der Kartause von London, wurde 1537 mit neun anderen M\u00f6nchen, Br\u00fcdern und Patres, inhaftiert. W\u00e4hrend seine Gef\u00e4hrten im Laufe des Jahres im Gef\u00e4ngnis starben, \u00fcberlebte er drei Jahre und wurde am 4. August gefoltert und hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die seligen Claudius B\u00e9guinot und Lazarus Tiersot, M\u00e4rtyrer<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Patres Claude B\u00e9guinot (geboren 1736 in Langres) von der Kartause Bourgfontaine und Lazare Tiersot (geboren 1739 in Semur-en-Auxois) von der Kartause Notre-Dame de Fontenay lie\u00dfen w\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution ihr Leben f\u00fcr die Verteidigung des Glaubens und die Ehre des Priesteramtes. Sie starben an Verelendung, eingesperrt in den Pontons von Rochefort, der erste am 16. Juli 1794 an Bord des Gef\u00e4ngnisschiffes \u201eDeux-Associ\u00e9s\u201c, der zweite am 10. August 1794 an Bord des Gef\u00e4ngnisschiffes \u201eWashington\u201c. Sie wurden 1995 von Johannes Paul II. seliggesprochen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"220\" height=\"242\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Lanspergio-con-San-Bruno.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1325\" style=\"aspect-ratio:0.9090909090909091;width:232px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zu den M\u00e4rtyrern der Revolution z\u00e4hlen auch etwa vierzig weitere Kart\u00e4user, die sich geweigert hatten, den Eid auf die Verfassung abzulegen, darunter Dom Pierre Brizard, der in den Pontons von Nantes ertrunken ist, und die Patres Andr\u00e9 Jacquet, Marcel Liottier, Michel Poncet, Etienne Ballet und Anthelme Monier, die Ende 1791 in Lyon guillotiniert wurden, sowie Pachomius Lassus, Kart\u00e4user von Montmerle, der am 25. April 1794 in Pontarlier guillotiniert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige andere sind, ohne heiliggesprochen zu sein, innerhalb des Ordens stets im Ruf der Heiligkeit gestanden, wie der Pater General D. Jean Birelle (+1361), D. Stefano Maconi (+1424) und D. Johannes Lansperger (+1539).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\"><a href=\"https:\/\/chartreux.org\/moniales\/index.php\/histoire\"><strong>F\u00fcr die heiligen Kart\u00e4usernonnen, siehe deren Seite.<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"diehauser\">8. Die H\u00e4user im Laufe der Zeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Jahrhunderte hindurch gab es insgesamt etwa 310 Kartausen. Einige von ihnen wurden sehr lange bewohnt, andere hingegen kannten nur eine kurze Lebenszeit; in manchen wurde das Kart\u00e4userleben mehrmals unterbrochen und wieder neu aufgenommen, andere wurden erst k\u00fcrzlich gegr\u00fcndet. Die Geographie des Kart\u00e4userordens war stets dem Einfluss der geschichtlichen Ereignisse sowie der pers\u00f6nlichen Initiativen ausgesetzt. Alle H\u00e4user des Ordens im Laufe der Jahrhunderte werden \u00fcber eine zus\u00e4tzliche Seite.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-499968f5 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/chartreux.org\/domus\/\">Alle H\u00e4user sehen<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:26px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"542\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Part-Dieu-Suisse-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4235\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Part-Dieu-Suisse-1.jpg 720w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Part-Dieu-Suisse-1-300x226.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>K<em>artause von La Part-Dieu<\/em><\/em>, Schweiz<br>(Sammlung der Kartause La Valsainte, Schweiz)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"541\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Molsheim04-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4238\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Molsheim04-2.jpg 720w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Molsheim04-2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Kartause von Molsheim<\/em><\/em>, Frankreich<br>(Sammlung des Museums der Kartause von Molsheim, Frankreich)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"527\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/MG_6633-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5062\" style=\"width:593px;height:346px\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/MG_6633-2.jpg 900w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/MG_6633-2-300x176.jpg 300w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/MG_6633-2-768x450.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Kartause von Miraflores<\/em>, Spanien<br>( Sammlung der Kartause von Miraflores, Spanien)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die \u201eKarten von La Chartreuse\u201c<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Gro\u00dfe Kartause beherbergt einen Aufbewahrungsort alter Gem\u00e4lde, die mehrere H\u00e4user des Ordens zeigen. Ende des 17. Jahrhunderts, zu der Zeit als er das Mutterhaus wieder aufbaute, lie\u00df Dom Innocent Le Masson monumentale Malereien anfertigen, welche jedes einzelne Haus darstellten, das zu seiner Zeit existierte. Die Tradition setzte sich bis ins 19. Jahrhundert fort. Diese Gem\u00e4lde, die auch \u201eKarten von La Chartreuse\u201c genannt werden und allesamt in der Vogelperspektive gemalt wurden, stellen ein einzigartiges Zeugnis des Lebens und Glaubens der Kart\u00e4user dar und werfen ein Licht auf ihre besondere Architektur.<\/p>\n\n\n\n<p>79 dieser Gem\u00e4lde existieren noch heute und wurden im Jahr 2001 in das Verzeichnis des staatlichen Denkmalamtes aufgenommen. Sie wurden einer anspruchsvollen Restaurierung unterzogen, die ihren hohen historischen und k\u00fcnstlerischen Wert zum Vorschein brachte. Wir danken nachdr\u00fccklich allen M\u00e4zenen sowie \u00f6ffentlichen und privaten Einrichtungen, die zu dieser Restaurierung beigetragen haben. Diese unvergleichliche Sammlung zeigt die beeindruckende Vielfalt der Kart\u00e4userkl\u00f6ster (Baustile), die Vielfalt der jeweiligen Umgebung (Ein\u00f6den mit Felsen und Wald, oder in der N\u00e4he von St\u00e4dten) und die Vielfalt der K\u00fcnstler, die die Karten umgesetzt haben (vom einfachen Handwerker bis zum anerkannten Meister). Nicht zuletzt ist es das Leben in der Kartause, das diese Karten illustrieren, mit einer F\u00fclle an wertvollen und gelegentlich sogar am\u00fcsanten Details, an Personen und Szenen aus dem Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\"><span class=\"popup-trigger popmake-4362\" data-popup-id=\"4362\" data-do-default=\"0\"><strong><strong>Bilderserie \u201eGalerie der Karten von La Chartreuse\u201c<\/strong><\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Andere Gem\u00e4lde, welche die alten H\u00e4user des Ordens darstellen (Originale der alten Sammlung, Kopien oder \u00e4hnliches), befinden sich in verschiedenen Kl\u00f6stern und Museen, insbesondere in \u00d6sterreich (Klosterneuberg besitzt 35 Gem\u00e4lde). In vielen F\u00e4llen sind diese Gem\u00e4lde die einzigen Zeugen vom Aussehen der mittlerweile verschwundenen Kartausen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"461\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Tuckelhausen01-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4345\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Tuckelhausen01-1.jpg 600w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Tuckelhausen01-1-300x231.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Kartause von T\u00fcckelhausen<\/em><\/em>, Deutschland<br>(Klosterneuberg, \u00d6sterreich)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"471\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bereza-a-Inst.-Klosterneuberg-Autriche-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4350\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bereza-a-Inst.-Klosterneuberg-Autriche-1.jpg 600w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bereza-a-Inst.-Klosterneuberg-Autriche-1-300x236.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Kartause von Bereza<\/em>,  Wei\u00dfrussland <br> (Klosterneuberg, \u00d6sterreich) <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"469\" src=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Ara-Christi.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4353\" srcset=\"https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Ara-Christi.jpg 600w, https:\/\/chartreux.org\/moines\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Ara-Christi-300x235.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Kartause von Ara Christi<\/em>, Spanien<br> (Klosterneuberg, \u00d6sterreich) <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><a href=\"#toc_container\" class=\"returnToTop\"> zur\u00fcck nach oben \u2191 <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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